Mittwoch, 19. Januar 2011

Da sagte der kleine Baer zum kleinen Tiger: "Panama ist das Land unserer Traeume, Tiger."

Hallo ihr Lieben zu Hause,
ganz liebe Grueße aus dem Nordwesten Panamas, genauer aus der Inselregion Bocas del Toro, aber dazu gleich mehr.
1. mein Bruder hat vor einiger Zeit euch ein paar Bilder von mir hochgeladen, da das von hier aus irgendwie nicht so gut ging, habe ich ihm eine CD geschickt. Ich hoffe ihr habt ein bisschen Spass damit. Die CD hat mich auf Grenada verlassen, also gibts nur Fotos bis Grenada.
Und hier folgt jetzt der Reisebericht meiner Panama-Erkundung, weil ich musste ja schließlich herausfinden, ob der kleine Tiger und der kleine Baer recht haben und so viel kann ich gleich mal  vorweg verraten: ich habe eine eindeutige Antwort gefunden!
Also am 05.01. habe ich ja die Thor verlassen und bin nach Panama-Stadt gereist. Von der Stadt hab ich nicht ganz so viel gesehen: das Altstadtviertel und ein sehr interessantes Museum ueber den Bau des Panama-Kanals und die Geschichte Panamas. DAs Ganze noch mit der Familie von Desiree. Die wollten dann am 08. gleich ans andere Ende des Landes fliegen (weil sie nicht so viel Zeit zum Reisen haben), was mir ehrlich gesagt ein wenig zu teuer war und noch dazu wollte ich mehr vom Land sehen.
Also habe ich mich am 07.01. Verena und Peter mit Fabian und Elea angeschlossen. Die ersten Drei sind Segelstamm und Elea ist eingeflogen um mit den anderen 3 Urlaub zu machen. Ach ja Philipp (Segelstamm) war am Anfang auhc mit von der Partie.
Wir sind dann mit dem Bus nach Gamboa gefahren, noerdlich von Panama-Stadt, mitten im Regenwald. Leider haben wir im Reisefuehrer falsch gelesen und das Hostel zu dem wir wollten war gar nicht in Gamboa, da gibts naemlich gar kein! war ganz toll wir standen in einem kleinen Dorf, das die Amis damals zum Kanalbau gebaut haben, es wurde langsam dunkel und es gab kein Hotel, nix... wir sahen wohl ein wenig hilflos aus, denn eine nette Dame hat uns dann geholfen: ein Bekannter von ihr, Mateo, hat ein paar Huetten in seinem Garrten, die er vermietet. Also sind wir alle bei Mateo untergekommen, was total geil war: Blick aus dem kleinen Bungalow dirket in den Regenwald, Kolobris im Garten, wir durften seine Kueche benutzen, haben supergeiles Fruehstueck bekommen....
am 08.01. sind dann fast alle in ein riesiges Resort in der Neahe zum Chillen und Baden gegangen, nur Philipp und ich hatten darauf keine Lust, also haben wir unsere Wanderstiefel ausgepackt und haben einen Wanderweg in den Regenwald gesucht, gefunden und sind losgestiefelt. Natuerlich hat es nach kurzer Zeit angefangen zu regnen. Ich hab mal irgendwo gehoert, dass ein Regenschirm im Regenwald besser ist als ein Regenmantel, also bin ich mit meinem Knirps durch den Regenwald gestiefelt. Es war total geil! Nach einiger Zeit kamen wir zu einem kleinen Info-Zemtrum. Dort haben sie uns dann erstmal jedem 15Dollar abgeknoepft. Dafuer ist eine nette dAme mit uns losgezogen auf einen Aussichtsturm (ja es hat immernoch geregnet). Unterwegs haben wir Riesenameisen gesehen und (ich bitte um Trommelwirbel...) ein Faultier!!! Sehr geil zudem noch 2 Affen (ganz weit weg) aber es war sehr schoen, gerade noch vor totaler Dunkelheit waren wir ziemlich nass und muede, aber gluecklich zurueck.
am 09.01. ging die Reise weiter. Erst zurueck nach Panama-Stadt zum großen Busterminal und dann von dort Richtung Westen. Unser nachtser Stop war Penonome. total unbekannt, aber da werden die Panama-Huette gefertigt und weil uns Mateo so viel davon erzaehlt hat mussten wir da hin. Die Reise war kein Problem, aber als wir ankamen, bekamen wir keine Hotelzimmer! Es war SOnntag, Montag war ein Feiertag und so ist ganz Panama gereist. Wir sind ewig mit unseren schweren Rucksaecken irgendwo rumgestiefelt. BEi einem kleinen Guesthouese hat dann Verena einfach gefragt, ob es nicht die Moeglichkeit gaebe, dass wir unsere Haengematten irgendwo spannen. Nach anfaenglicher Skepsis hat der Besitzer zugestimmt und so durften wir abends die Fruehstuecksterrasse leer raeumen und dort unsere Haengematten spannen! Dank eines leckeren Abendessens und ein paar schlucken leckeren Panama-Rum war die nacht ganz ok.
am 10.01. ging unsere Reise dann weiter an die Pazifikkueste, genauer nach Santa Catalina, das Surfer-Paradies schlechthin in Panama. Die anreise war ein wenig komplizierter mit einigen Malen umsteigen und zum Schluss einer fast 2stuendigen Taxifahrt uber eine streße, die mehr loecher als strasse war. da wir zu 5 waren musste ich zudem die ganze fahrt abwechselnd auf dem schoss von irgendjemand sitzen...total bequem!!!!ich hatte von der fahrt einige blaue flecken!
in santa catalina sind wir 3 maedels dann losgezogen eine unterkunft suchen. der ort ist eine ewig lange staubstrasse mit ab und zu mal einem Hostel links oder rechts ab von der "hauptstrasse". Nach 3 stunden hatten wir immer noch nix gefunden und die jungs hatten schon einige bier vorsprung. zufaelligerweise begann in "ihrer" kneipe da grad die happy hour, also haben wir die jungs losgeschickt hotel suchen und uns gleich mal jede 2 cocktails und die halbe karte zum essen bestellt und es uns sehr gut gehen lassen. die jungs haben dann ne unterkunft gefunden...genau gegenueber von der kneipe!
fuer die nacht wars schon ok, aber elea und ich fandens nicht so toll und sind direkt am naechsten tag ueber die kneipe in das hotel gezogen, dass genauso viel /wenig gekostet hat und viel schoener war.
dann folgte ein tag strand und chillen...ne quatsch, das war noch am gleichen tag, weil am
12.01. bin ich tauchen gewesen in einem naturschutzgebiet namens isla coiba, war sehr geil, es gab riesige fischschwaerme und sehr sehr viele riffhaie. wir haben 2 stroemungstauchgaenge gemacht...war schoen, aber irgendwie stressig.
am naechsten tag wollte ich weiter in richtung berge, verena und peter an einen anderen strand und elea und fabian wussten es noch nicht genau, aber elea hatte angedeutet, dass sie mir wahrscheinlich nachreisen wird.
nach einem weiteren halen tag im bus kam von ihr ne sms, dass sie hinter mir her reist und dass ich in david bitte auf sie warten soll. da an diesem tag nciht alles wie geplant lief und ich viel auf anschlussbusse warten musste waren wir dann beide ca halb8 in david und haben keinen anschlussbus mehr in richtung zu dem hostel namens lost and found bekommen. da wir nicht in david bleiben wollten, haben wir ein taxi genommen. wir wurden dann an der strasse irgendwo im nix amgesetzt (das wussten wir). dort wars dann ploetzlich ganz schoen kalt und windig und regnerisch! also haben wir uns warm angezogen, die rucksaecke in regenhuellen gestopft alles irgendwie verstaut, die stirnlampen gesucht, weil vor uns lag eine fast halbstuendige hiking (bergsteigen)tour durch den nebelregenwald im dunkeln. das war dann doch sehr aufregend und spannend und windig und glitschig,...aber wir haben es geschafft!
oben angekommen wurden wir schon erwartet (ich hatte vorher angerufen) und weil wir so fertig aussahen bekamen wir erstmal beide ein bier in die handgedrueckt. es lief grad ein kickerturnier und so konnten wir nicht einchecken, aber das war ok. in dem hostel ging es sehr familiaer zu, zudem trafen wir daniel und desiree mit familie.
das hostel war total schoen im nebelwald gelegen, es bestand aus vielen einzelnen haeusern, man musste durch den wald zum klo stiefeln. der schafraum war verdamt hoch und es standen riesige stockbetten drinnen. ich kommte in der etage stehen auf unserem doppelbett.
am naechsten tag haben wir erstmal ausgeschlafen, als wir aufwachten um halb 11 (einw under in dem raum schliefen fast 30 menschen!!!)regnete es immernoch!aber wir wollten trotzdem eine wanderung machen....ja eine kleine wanderung, es wurde alleridngs eine fette 4stuendige hikingtour, bei der man durch kleine baeche gehen musste der weg war unwahrscheinlich schlammig, man ist staendig fast nur ausgerutscht, aber es war trotzdem geil, bis wir an den fluss kamen!!!!! natuerlich hat es nciht gereicht mal kurz einen blick auf den reisenden gebrigsbach zu werfen, nein die kerstin musste unbedingt auf die steine klettern um besser sehen zu koennen! hab ich schon erwaehnt, dass es immernoch regnete und dass immernoch alles glitschig war???naja gedenfalls machte es dann flutsch und die kerstin fand sich im fluss wieder, pitschnass bis fast zur huefte....wir sind dann halt wieder die 2std zurueckgelaufen...naja kann man nix machen. abends beim kickerturnier hab ich einen ziemlich schlechten spielpartner erwischt und gleich mal verloren, naja egal
da wir genug vom regen hatten sind wir am naechsten tag, 15. in einer tagestour vom hostel aus wieder zurueck an den pazifik gefahren nach las lajas, da wars total schoen, ein ewig langer sandstrand bin dort ewig rumspaziert. dort haben wir dann auch verena und peter wieder getroffen, eingepackt und mit zum lost and found in unseren regen und die kaelte genommen.
allerdings hatten elea und ich keine lust mehr auf regen und haben beschlossen, dass es nicht mehr regnet, was bis jetzt ganz gut klappt:-)
am abend hab ich das kickerturnier gewonnen, was echt anstrengend war, weil die sieger von den verlieren eine dose bier bekommen und da ich ca 4 spiele inkl finale spielen musste...naja ihr koennt es euch vorstellen...
am 16. haben wir dann einen kleinen kaffeebauern der region besucht, der oekologischen anbau betreibt, sehr spannend
danach gings wieder in den naechsten, total ueberfuellten bus und hoch richtung bocas del toro an die karibik. wir haben gerade noch das letzte wassertaxi auf die insel erwischt und im dunkeln (wie schon fast immer) hostel gesucht. bocas ist sehr laut und ausgeflippt. dort leben viele surfer
da uns das schon nach einem tag gereicht hat sind wir am 17. auf die nachbarinsel bastimentos umgezogen, nachdem wir noch in bocas eine maedels shoppingtour (2paar neue flipflops:-) hingelegt haben. gut, dass es morgen wieder an bord geht, krass wie viel zeug ich schon wieder hab!!!!
gestern war chilliger strandtag am red frog beach und jetzt wartet elea schon sehnsuechtig, dass ich endlcih fertig werde und wir wieder an einen neuen strand losziehen koennen. die thor ist gestern hier angekommen. man kan sie drueben vor der anderen insel liegen sehen. ich freu mich jetzt noch mal auf einen enspannten tag am strand (auf dem rueckweg, der immer durch den regenwald auf der insel fuehrt, wollen wir noch eine chocolate farm anschauen und testen:-).
und dann freu ich mich ehrlich gesagt schon auch wieder richtig auf ein leben ohne rucksack in meiner minikammer mit meinem kag (kammerabschnittsgefaehrten daniel) und unseren 32 kleinen monstern, die cih langsam echt schon vermisse, fast so sehr wie das segeln und die weite des meeres.
elea will mir glaub ich ein wenig angst vor dem nordatlantik machen, der sol viel rauer sein als im sueden, aber ok, da muss ich durch.
unser naechster halt ist kuba, dort soll internet total schlecht gehen, also gibts wahrscheinlich erst wieder news von den bermudas inseln....
naja so ist das halt
ich kann nur zum abschluss sagen:
1. es ist krass, dass ich schon 3 monate unterwegs bin (halbzeit)
2. mir gehts total klasse
3. ich denke an euch alle, ihr fehlt mir schon ein bisschen:-(
und
4. der kleine Tiger und der kleine Baer haben echt auf jeden Fall recht!!!hier ist es traumhaft!!!das gerade war nur ein ganz kleiner ausschnitt der tausend erlebnisse, aber ich brauch ja auch noch was zum erzaehlen, wenn ich heimkomm...

fuehlt euch tausendmal gedrueckt

Kerstin