Hallo meine Lieben!
Ganz viele liebe sonnige Grüße endlich aus Teneriffa!!! Am Montag sind wir nun endlich mit einer riesigen Verspätung auf Teneriffa, in Santa Cruz de Tenerife, eingelaufen. Kurz nach dem Frühstück war es endlich soweit: der Kapitän gab das Signal, dass wir alle Segel bergen sollten und uns auf das Anlegemanöver vorberieten sollten. Da dies ja alleine zu wenig zu tun wäre haben wir nebenbei noch Reinschiff gemacht. Insgesamt war das aber dann doch ganz gut zu schaffen und das obwohl wir leider unsere Arbeiten immer wieder unterbrechen mussten, da wir Grindwale auf beiden Seiten der Thor hatten! Was für ein Anblick! Vor uns das langersehnte Teneriffa und um uns ziemlich viele echt schnuckelige Grindwale. Anlegen klappte problemlos. Ich hatte an diesem Tag Backschaft und habe, glaube ich, ein Novum geschafft: mein Mittagessen war eine Std zu früh fertig!! Unglaublich aber wahr! Naja ging alles!
Seit Auslaufen aus England hatten wir leider nur Wind aus der „falschen“ Richtung: aus Süden, ja richtig genau da wollten wir hin! Das hieß somit, dass wir die ganze Zeit unter Maschine gelaufen sind, was echt schade und v.a. teuer ist. Segel macht aber auch einfach mehr Spaß. Schön war, dass es wenigstens langsam unterwegs wärmer wurde und ich somit dann auch meine lange Unterwäsche endlich nicht mehr brauchte! Sonst waren die Tage insgesamt echt richtig schön, wir hatten ab und zu Delfine, ich habe langsam in einen Art Schlafrhythmus gefunden und man konnte auch manche Tage an Deck in der Sonne genießen. Langsam kommt auch hier endlich Leben an Bord. Bis England haben eigentlich immer welche geschlafen, langsam gewöhnen sich alle an die Tagesabläufe und das Geschauckel.
Auf Teneriffa jetzt hatten wir nicht wirklich viel Zeit, da wir den gesamten Aufenthalt kürzen mussten. Wir müssen dann in ferner Zukunft absolut pünktlich in Panama einlaufen. Deswegen wird auch die Zeit in der Karibik gekürzt aber so ist das eben!
Am Montag wurden gleich die Schüler von Gastfamilien abgeholt, d.h. wir – der Stamm – hatten das ganze Schiff für uns. Naja ich muss euch wohl nicht erklären, dass wir das genossen haben und erst einmal ein heftig leckeres Abendessen hatten und anschließend noch das eine oder andere Getränke genossen haben. Ich war dann aber froh als um 5 Uhr morgens meine Hafenwache zu Ende war und ich mich auf meine Isomatte an Deck legen konnte und noch 3 Std pennen durfte. In der Zwischenzeit waren wir im Thor Heyerdahl Museum, haben einen ganzen Tag Werftarbeiten gemacht. Ich habe einen Riss am Flieger (aller vorderstes Segel) genäht, was richtig viel Spaß gemacht hat und waren heute ein bisschen wandern am Teide. Da wir so wenig Zeit hatten konnten wir dieses Mal nicht bis auf den Gipfel, es war aber trotzdem sehr schön (auch, dass ich mich endlich mal wieder ein wenig bewegen konnte)
Morgen laufen wir dann bereits wieder aus.
Auf der Atlantiketappe werde ich jetzt (nach wie vor als Copi) die Wache 1 von 11 bis 2 Uhr tagsüber rund nachts begleiten und anleiten. Bin schon sehr gespannt: morgen kommt noch ein neuer Wachführer, Dietmar heißt er und ist wohl knapp 70 und ja richtig MEIN Wachführer!!! Naja wird bestimmt trotzdem toll. Mit den Schülern habe ich wahnsinnig viel Spaß und ich freue mich riesig auf die 3 Wochen Sonne und die endlose Weite des Atlantiks! Auch wenn Teneriffa dieses Jahr echt kurz war: ich freu mich riesig, dass es morgen raus geht wir dann circa 3 Wochen dem Horizont und der Karibik entgegen segeln werden!
Ich muss leider noch ein wenig arbeiten heute Abend! Also in diesem Sinne: ich wünsche euch allen eine tolle Vorweihnachtszeit
Bis in der Karibik
Eure
Kerstin
Freitag, 18. November 2011
Donnerstag, 3. November 2011
Grüße aus Falmouth
Hallo alle Zusammen,
ganz liebe Grüße erneut aus England – diesmal aus Falmouth.
Seit letzten Freitag liegen wir an exakt der gleichen Stelle im Hafenbecken wie vor einem Jahr. Das „schlechte“ Wetter, also die durchziehenden sehr starken Tiefdruckgebiete haben eine Weitereise unmöglich gemacht. Es scheint wohl so, als ob wir uns jede Seemeile Richtung Karibik hart gegen den Wind erarbeiten müssen. In den letzten Tagen war der Wind dann aus Süden und Südwesten – also aus der Richtung, in die wir wollen - so stark, dass an ein Vorankommen nicht zu denken gewesen wäre.
Somit haben wir uns hier „festgehalten“ und die Zeit genutzt um die seglerische Ausbildung unserer Schüler weiter voranzutreiben. Zudem haben wir ein Feuer-an-Bord-Manöver gehabt und uns mit Seerettung und Notfallsituationen an Bord beschäftigt und hierfür Übungen gemacht. Lief alles ganz gut. Zudem waren wir noch in einem tollen Maritim-Museum und haben die Abende in diversen Kneipen an Land verbracht. Kaum zu glauben, dass schon wieder Mittwoch ist!
Für Freitag planen wir auszulaufen und endlich unsere Weiterreise nach Teneriffa zu beginnen. Das Programm dort wird komplett abgespeckt verlaufen, da wir laut Törn-Plan eigentlich schon am Sonntag in Teneriffa einlaufen sollten, wahrscheinlich aber noch 1 ½ Wochen ca brauchen.
Abgesehen davon, dass ich genug von englischen Regenwetter und Hafen hab und endlich weitersegeln möchte, geht es mir gut. Natürlich drückt die Gesamtsituation auf die Stimmung aller an Bord, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen. Die Stimmung innerhalb des Stamms ist echt super, wir haben viel Spaß miteinander.
Ich hoffe es geht euch allen gut.
Ich drück euch ganz doll feste
Eure
Kerstin
Kurze Ergänzung: Esist jetzt Donnerstag, 03.11.11 unser Kapitän hat vor einer Stunde entschieden, dass das Wetter jetzt gerade perfekt ist und wir deswegen um 17 uhr auslaufen werden, was in 2 ½ Std ist. Naja hauptsache wir kommen endlich los!! Teneriffa ich komme!!!!
ganz liebe Grüße erneut aus England – diesmal aus Falmouth.
Seit letzten Freitag liegen wir an exakt der gleichen Stelle im Hafenbecken wie vor einem Jahr. Das „schlechte“ Wetter, also die durchziehenden sehr starken Tiefdruckgebiete haben eine Weitereise unmöglich gemacht. Es scheint wohl so, als ob wir uns jede Seemeile Richtung Karibik hart gegen den Wind erarbeiten müssen. In den letzten Tagen war der Wind dann aus Süden und Südwesten – also aus der Richtung, in die wir wollen - so stark, dass an ein Vorankommen nicht zu denken gewesen wäre.
Somit haben wir uns hier „festgehalten“ und die Zeit genutzt um die seglerische Ausbildung unserer Schüler weiter voranzutreiben. Zudem haben wir ein Feuer-an-Bord-Manöver gehabt und uns mit Seerettung und Notfallsituationen an Bord beschäftigt und hierfür Übungen gemacht. Lief alles ganz gut. Zudem waren wir noch in einem tollen Maritim-Museum und haben die Abende in diversen Kneipen an Land verbracht. Kaum zu glauben, dass schon wieder Mittwoch ist!
Für Freitag planen wir auszulaufen und endlich unsere Weiterreise nach Teneriffa zu beginnen. Das Programm dort wird komplett abgespeckt verlaufen, da wir laut Törn-Plan eigentlich schon am Sonntag in Teneriffa einlaufen sollten, wahrscheinlich aber noch 1 ½ Wochen ca brauchen.
Abgesehen davon, dass ich genug von englischen Regenwetter und Hafen hab und endlich weitersegeln möchte, geht es mir gut. Natürlich drückt die Gesamtsituation auf die Stimmung aller an Bord, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen. Die Stimmung innerhalb des Stamms ist echt super, wir haben viel Spaß miteinander.
Ich hoffe es geht euch allen gut.
Ich drück euch ganz doll feste
Eure
Kerstin
Kurze Ergänzung: Esist jetzt Donnerstag, 03.11.11 unser Kapitän hat vor einer Stunde entschieden, dass das Wetter jetzt gerade perfekt ist und wir deswegen um 17 uhr auslaufen werden, was in 2 ½ Std ist. Naja hauptsache wir kommen endlich los!! Teneriffa ich komme!!!!
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Bereits 2 Stürme überstanden hinter mir, der nächste wartet
Hallo Ihr alle,
liebe Grüße aus Dover. Wir sind heute Morgen hier eingelaufen und liegen gerade an einer Pier, um Diesel und Wasser zu bunkern, danach müssen wir noch innerhalb des Hafenbeckens verholen, die Schüler versuchen gerade ihre Kammern und sich selbst zu säubern und aufzuschmücken. Total süß die kleinen Mädels haben sich alle für den Landgang hübsch gemacht und wir Großen, wir gehen dann halt einfach so wie wir sind, das passt schon. Naja wir sind auch nicht ganz so aufgeregt wie die Kinder, dauert jetzt eh erstmal noch ewig bis es los geht.
Aber mal der Reihe nach. In Kiel haben wir noch ewig viel am Schiff rumgebastelt und eigentlich waren wir noch lange nicht fertig als wir dann am 15.10. ausgelaufen sind. Aber wenn der Kapitän sagt es geht jetzt los, na dann geht es eben los. Am letzten Abend bei der Verabschiedung hat Detlef uns allen die Wettervorhersage der nächsten Tage gezeigt: zum Glück für fast alle Anwesenden hat kaum einer kapiert was darauf zu sehen war: ein riesen heftiges Tief, dass im Anrollen war. Das bedeutet im Normalfall nicht viel Gutes bzw einen fetten Sturm, der es in sich hat. Ich hab mich schon mal gedanklich in diesem Moment auf das Schlimmste eingestellt und für mich entschieden diese Info erst einmal für mich zu behalten. Detlef (unser Kapitän) hat dann auch entschieden, dass wir dieses Mal oben um Dänemark herum fahren wollen, um dieses Tief zu umschippern. Der Plan hat sich gar nicht so schlecht angehört. Hinzu kam, dass wir somit 5 Tage „Segelausbildung“ mit den Schülern in der Ostsee machen konnten. Ich bin übrigens Copi in der 2-5-Wache (also von 2 bis 5 Uhr tagsüber und nachts). Mein Wachführer ist der Knut. Knut ist 22 kommt von Spikeroog und ist eine echt coole und total nette Socke. Wir 2 verstehen uns gut und ergänzen uns auch arbeitstechnisch gut. Was für unsere Wache glaube ich ein wenig anstrengend ist, ist die Tatsache, dass wir uns wahnsinnig gerne gegenseitig foppen und meist nicht so ganz ernst nehmen, aber in der Zwischenzeit können unsere kinder damit ganz gut umgehen.
So dann gibt es mal noch ein kurzes Update dessen, was seit dem Ablegen passiert ist. Wir sind also durch die Ostsee gen Norden gefahren mit mäßigem Wind, gut zum üben, dann um die Nordspitze rum wurde es n bisl rupiger, viele wurden schon seekrank, aber das gehört wohl dazu.
Dann wurde es aber echt heftig. Ich schlaf ja dieses Mal nicht unten in der Schiffsmitte bei den Schülern, sondern ganz vorne im Schiffsbug im PK beim Segelstamm. Da war an Schlafen nicht mehr zu denken, das war eher Achterbahn. Alle unsere Fächer hat es ausgeräumt und im kompletten PK verteilt. Hinzu kommt, dass das PK keine Verbindung zu den restlichen Kammern hat, was heißt, dass wir egal für was erst einmal über Deck müssen und meist dann schon mal pitschnass sind Naja gehört wohl dazu.
Aber zurück zur Wegbeschreibung: Wir haben es um die Nordspitze nicht wirklich weit geschafft und sind bei voller Maschinenleistung rückwärts gefahren, zudem waren praktisch alle seekrank, also mussten wir umdrehen, zurück nach Kiel und doch durch den Nord-Orstsee-Kanal. In der Nordsee haben wir dann nochmal eine auf die Mütze bekommen, aber nicht mehr ganz so heftig wie im Norden. Jetzt haben wir es ja bis Dover geschafft. Aber die Wettervorhersage ist eine absolute Katastrophe, es rollt ein Tief an, dass im Kern einen Luftdruck von 950 hpa hat, was echt extrem niedrig ist, also werden wir wieder heftig gegen einen riesen Sturm ankämpfen müssen, noch shclimmer als der letzte, aber es wird nicht besser, das sind halt die Herbststürme, da müssen wir jetzt druch, deswegen laufen wir bereits in ein paar Stunden, um 4 Uhr morgen Früh wieder aus und versuchen durch den Kanal zu kommen und dann gen Süden, haben wir es durch die Biscaya geschafft, dann wird es besser. Eins steht bereits fest: püntklich auf Teneriffa einlaufen können wir nicht mehr schaffen, aber so sit das eben auf einem Segelschiff.
So meine Lieben, ich muss dann leider auch schon wieder.
Drück euch alle ganz doll feste
Bis bald hoffentlich aus Teneriffa und nicht wieder aus England (das würde heißen wir haben es nicht geschafft)
Eure Kerstin
liebe Grüße aus Dover. Wir sind heute Morgen hier eingelaufen und liegen gerade an einer Pier, um Diesel und Wasser zu bunkern, danach müssen wir noch innerhalb des Hafenbeckens verholen, die Schüler versuchen gerade ihre Kammern und sich selbst zu säubern und aufzuschmücken. Total süß die kleinen Mädels haben sich alle für den Landgang hübsch gemacht und wir Großen, wir gehen dann halt einfach so wie wir sind, das passt schon. Naja wir sind auch nicht ganz so aufgeregt wie die Kinder, dauert jetzt eh erstmal noch ewig bis es los geht.
Aber mal der Reihe nach. In Kiel haben wir noch ewig viel am Schiff rumgebastelt und eigentlich waren wir noch lange nicht fertig als wir dann am 15.10. ausgelaufen sind. Aber wenn der Kapitän sagt es geht jetzt los, na dann geht es eben los. Am letzten Abend bei der Verabschiedung hat Detlef uns allen die Wettervorhersage der nächsten Tage gezeigt: zum Glück für fast alle Anwesenden hat kaum einer kapiert was darauf zu sehen war: ein riesen heftiges Tief, dass im Anrollen war. Das bedeutet im Normalfall nicht viel Gutes bzw einen fetten Sturm, der es in sich hat. Ich hab mich schon mal gedanklich in diesem Moment auf das Schlimmste eingestellt und für mich entschieden diese Info erst einmal für mich zu behalten. Detlef (unser Kapitän) hat dann auch entschieden, dass wir dieses Mal oben um Dänemark herum fahren wollen, um dieses Tief zu umschippern. Der Plan hat sich gar nicht so schlecht angehört. Hinzu kam, dass wir somit 5 Tage „Segelausbildung“ mit den Schülern in der Ostsee machen konnten. Ich bin übrigens Copi in der 2-5-Wache (also von 2 bis 5 Uhr tagsüber und nachts). Mein Wachführer ist der Knut. Knut ist 22 kommt von Spikeroog und ist eine echt coole und total nette Socke. Wir 2 verstehen uns gut und ergänzen uns auch arbeitstechnisch gut. Was für unsere Wache glaube ich ein wenig anstrengend ist, ist die Tatsache, dass wir uns wahnsinnig gerne gegenseitig foppen und meist nicht so ganz ernst nehmen, aber in der Zwischenzeit können unsere kinder damit ganz gut umgehen.
So dann gibt es mal noch ein kurzes Update dessen, was seit dem Ablegen passiert ist. Wir sind also durch die Ostsee gen Norden gefahren mit mäßigem Wind, gut zum üben, dann um die Nordspitze rum wurde es n bisl rupiger, viele wurden schon seekrank, aber das gehört wohl dazu.
Dann wurde es aber echt heftig. Ich schlaf ja dieses Mal nicht unten in der Schiffsmitte bei den Schülern, sondern ganz vorne im Schiffsbug im PK beim Segelstamm. Da war an Schlafen nicht mehr zu denken, das war eher Achterbahn. Alle unsere Fächer hat es ausgeräumt und im kompletten PK verteilt. Hinzu kommt, dass das PK keine Verbindung zu den restlichen Kammern hat, was heißt, dass wir egal für was erst einmal über Deck müssen und meist dann schon mal pitschnass sind Naja gehört wohl dazu.
Aber zurück zur Wegbeschreibung: Wir haben es um die Nordspitze nicht wirklich weit geschafft und sind bei voller Maschinenleistung rückwärts gefahren, zudem waren praktisch alle seekrank, also mussten wir umdrehen, zurück nach Kiel und doch durch den Nord-Orstsee-Kanal. In der Nordsee haben wir dann nochmal eine auf die Mütze bekommen, aber nicht mehr ganz so heftig wie im Norden. Jetzt haben wir es ja bis Dover geschafft. Aber die Wettervorhersage ist eine absolute Katastrophe, es rollt ein Tief an, dass im Kern einen Luftdruck von 950 hpa hat, was echt extrem niedrig ist, also werden wir wieder heftig gegen einen riesen Sturm ankämpfen müssen, noch shclimmer als der letzte, aber es wird nicht besser, das sind halt die Herbststürme, da müssen wir jetzt druch, deswegen laufen wir bereits in ein paar Stunden, um 4 Uhr morgen Früh wieder aus und versuchen durch den Kanal zu kommen und dann gen Süden, haben wir es durch die Biscaya geschafft, dann wird es besser. Eins steht bereits fest: püntklich auf Teneriffa einlaufen können wir nicht mehr schaffen, aber so sit das eben auf einem Segelschiff.
So meine Lieben, ich muss dann leider auch schon wieder.
Drück euch alle ganz doll feste
Bis bald hoffentlich aus Teneriffa und nicht wieder aus England (das würde heißen wir haben es nicht geschafft)
Eure Kerstin
Samstag, 8. Oktober 2011
Grüße aus Kiel!
Hallo meine Lieben!
Ganz liebe Grüße aus Kiel. Ich habe mich jetzt gerade einmal in der Thor-Bibliothek versteckt um euch ein paar Zeilen zu tippen.
Eigentlich wartet auf mich der Hauptmaschinen-Raum, der weiter feuerschutz-gedämmt werden möchte, aber ich habe mich jetzt mal kurz verabschiedet
Nach einem wahnsinnig intensiven Ausbildungstörn befinden sich die Thor und somit auch ich in der HDW-Werft in Kiel. Da hier U-Boote für die Marine gebaut werden ist unsere Bewegungsfreiheit auf dem Gelände stark eingeschränkt, aber das ist OK. Hier hat es gerade richtig unschönes Wetter, es wird kalt und regnet ständig. Die letzten Tage waren wir höchstens immer zu 20st hier und haben Werftarbeiten verrichtet. Ein Großteil der Segel ist abgeschlagen, am Anker und in der Maschine und auch sonst überall wird gearbeitet. Gestern haben sie mir meine Matratze weggenommen, was zwar jetzt gerade ein wenig blöd ist, aber sie wird neu gemacht und schön bezogen, was dann für die nächsten 6 Monate echt schick ist. Also nehm ich das jetzt mal in Kauf und suche mir halt abends irgendwo im Schiff eine leere Koje bis meine wieder passt. Richtig eingezogen bin ich noch nicht, alles noch im Auto, aber hab ja noch über eine Woche Zeit. Die Schüler kommen Dienstag Abend und dann geht’s rund hier.
Letzte Woche war ja der AB-Törn. Ein wenig (maßlose Untertreibung) überrumpelt war ich schon, als sie mir eröffnet haben, dass ich auf dem AB-Törn eine Wache als Wachführerin leiten soll!!!! Nachdem ich mir fast vor Angst in die Hose gepinkelt habe, habe ich es dann doch irgendwie hinbekommen. Ich hatte einen Supervisor mit in der Wache, also jemand, der mir zur Seite stand und auf alle Fragen eine Antwort wusste. So habe ich eine Woche lang bei strahlendem Sonnenschein und fast keinem Wind jeden Tag einige Male Segel setzen und trimmen (im Wind einstellen) lassen und Segelmanöver (Halsen und Wenden) angeleitet. Zudem Segel gerefft (Segelfläche verkleinert, braucht man für Sturm) und ähnliches gemacht und dabei auch gelernt. Zur Übung sind wir ein POB(Person over Bord)-Manöver gefahren. Dabei war ich zuständig das Rettungsboot aussetzen zu lassen (also die Befehle zu geben), was echt ein wenig tricky ist. Was keiner wusste: ich hab das noch nie gemacht! Das in einem Notfall-Manöver zu tun ist noch anstrengender, aber ich habs hinbekommen. Danach waren alle erstaunt, dass ich das noch nie getan habe! Was hab ich noch gelernt: den Anker richtig auf Kapitänsbefehl fallen zu lassen und ihn zum ablegen wieder zu hieven (einzuholen). Auch sehr spannend, da die Maschine, die man dazu braucht (Ankerspill) uralt ist und sowohl zu starten als auch in der Bedienung ein sehr spannend ist. Am Ende der Woche war ich fix und alle, weil sie wahnsinnig arbeitsintensiv war und ich ca 24Std am Tag Neues gemacht und gelernt hab. Aber es hat einfach riesig viel Spaß gemacht zu arbeiten und das Wissen an Neue weiterzugeben.
So meine Lieben, ich korrigier dann mal noch ein paar Referate, zieh dann wieder meinen Blaumann an und steige hinab in die Maschine (darauf hab ich grad wenig Lust, aber muss sein. Morgen werde ich dann wahrscheinlich die Bulleyes im Sanitärbereich streichen und mal schaun was noch so kommt. Am liebsten würde ich bei den Arbeiten im Rigg (oben in den Masten) helfen, hoffe ich bekomme die Gelegenheit, weil ab Mittwoch darf ich mich dann der Bib widmen.
Ich schicke euch viele Grüße
Kerstin
Ganz liebe Grüße aus Kiel. Ich habe mich jetzt gerade einmal in der Thor-Bibliothek versteckt um euch ein paar Zeilen zu tippen.
Eigentlich wartet auf mich der Hauptmaschinen-Raum, der weiter feuerschutz-gedämmt werden möchte, aber ich habe mich jetzt mal kurz verabschiedet
Nach einem wahnsinnig intensiven Ausbildungstörn befinden sich die Thor und somit auch ich in der HDW-Werft in Kiel. Da hier U-Boote für die Marine gebaut werden ist unsere Bewegungsfreiheit auf dem Gelände stark eingeschränkt, aber das ist OK. Hier hat es gerade richtig unschönes Wetter, es wird kalt und regnet ständig. Die letzten Tage waren wir höchstens immer zu 20st hier und haben Werftarbeiten verrichtet. Ein Großteil der Segel ist abgeschlagen, am Anker und in der Maschine und auch sonst überall wird gearbeitet. Gestern haben sie mir meine Matratze weggenommen, was zwar jetzt gerade ein wenig blöd ist, aber sie wird neu gemacht und schön bezogen, was dann für die nächsten 6 Monate echt schick ist. Also nehm ich das jetzt mal in Kauf und suche mir halt abends irgendwo im Schiff eine leere Koje bis meine wieder passt. Richtig eingezogen bin ich noch nicht, alles noch im Auto, aber hab ja noch über eine Woche Zeit. Die Schüler kommen Dienstag Abend und dann geht’s rund hier.
Letzte Woche war ja der AB-Törn. Ein wenig (maßlose Untertreibung) überrumpelt war ich schon, als sie mir eröffnet haben, dass ich auf dem AB-Törn eine Wache als Wachführerin leiten soll!!!! Nachdem ich mir fast vor Angst in die Hose gepinkelt habe, habe ich es dann doch irgendwie hinbekommen. Ich hatte einen Supervisor mit in der Wache, also jemand, der mir zur Seite stand und auf alle Fragen eine Antwort wusste. So habe ich eine Woche lang bei strahlendem Sonnenschein und fast keinem Wind jeden Tag einige Male Segel setzen und trimmen (im Wind einstellen) lassen und Segelmanöver (Halsen und Wenden) angeleitet. Zudem Segel gerefft (Segelfläche verkleinert, braucht man für Sturm) und ähnliches gemacht und dabei auch gelernt. Zur Übung sind wir ein POB(Person over Bord)-Manöver gefahren. Dabei war ich zuständig das Rettungsboot aussetzen zu lassen (also die Befehle zu geben), was echt ein wenig tricky ist. Was keiner wusste: ich hab das noch nie gemacht! Das in einem Notfall-Manöver zu tun ist noch anstrengender, aber ich habs hinbekommen. Danach waren alle erstaunt, dass ich das noch nie getan habe! Was hab ich noch gelernt: den Anker richtig auf Kapitänsbefehl fallen zu lassen und ihn zum ablegen wieder zu hieven (einzuholen). Auch sehr spannend, da die Maschine, die man dazu braucht (Ankerspill) uralt ist und sowohl zu starten als auch in der Bedienung ein sehr spannend ist. Am Ende der Woche war ich fix und alle, weil sie wahnsinnig arbeitsintensiv war und ich ca 24Std am Tag Neues gemacht und gelernt hab. Aber es hat einfach riesig viel Spaß gemacht zu arbeiten und das Wissen an Neue weiterzugeben.
So meine Lieben, ich korrigier dann mal noch ein paar Referate, zieh dann wieder meinen Blaumann an und steige hinab in die Maschine (darauf hab ich grad wenig Lust, aber muss sein. Morgen werde ich dann wahrscheinlich die Bulleyes im Sanitärbereich streichen und mal schaun was noch so kommt. Am liebsten würde ich bei den Arbeiten im Rigg (oben in den Masten) helfen, hoffe ich bekomme die Gelegenheit, weil ab Mittwoch darf ich mich dann der Bib widmen.
Ich schicke euch viele Grüße
Kerstin
Mittwoch, 14. September 2011
Ein weiterer Abschied und die Sehnsucht nach dem Horizont
Hallo Ihr Lieben,
kaum zu glauben, aber wahr, gar nicht mehr lange und ich packe schon wieder meinen Seesack!
Als ich ihn letztes Jahr bei Ebay bestellt habe dachte ich mir noch: ob sich diese Inevestition wohl lohnt? Das dachte ich mir aber bei so ziemlich allem vor einem Jahr. Ein Jahr später weiß ich jetzt: ja all das hat sich gelohnt!
Als ich noch jünger war, habe ich gesagt: "Wenn ich groß bin, dann segel ich um die Welt!"
Für bare Münze haben das nur wenige genommen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich jetzt wohl groß bin, aber unglaublich, ich bin gesegelt! Und was noch viel unglaublicher ist: ich tu´s schon wieder!
Wie ist das alles dieses Mal? Anders. Aber es soll ja auch eine andere Reise werden, keine Kopie der letzten. Nur eins, das ist nicht so viel anders wie letztes Jahr: das Abschied nehmen, das fällt - obwohl ich weiß, wie sehr ich das, was kommt liebe - mir nicht leicht.
Ich möchte euch allen danken, dass ihr mich im April wieder so toll hier Zuhause aufgenommen habt. Ihr habt mir sehr geholfen hier wieder ganz und gar anzukommen. Dafür herzlichen Dank.
Und wenn man daheim so tolle Menschen hat, wie ihr es seit, dann kann man auch diese unbeschreibliche Zeit, die vor mir liegt genießen. Ich möchte euch wieder gerne ein wenig mitnehmen. Also wird es hier - an bekannter Stelle - wieder Geschichten und Berichte zu lesen geben.
Auch freue ich mich über Berichte und Geschichten von euch. Meine E-Mail-Adresse ändert sich nicht und meine neue Postanschrift lautet:
Kerstin Scharpff
KUS 2011/ 2012
Geschäftsstelle Segelschiff Thor Heyerdahl
Wischhofstraße 1-3, Gebäude 1
24148 Kiel
wenn die Briefe ein Gewicht von 50g nicht übersteigen, dann werden sie auch bestimmt bei mir ankommen und mir sehr viel Freude bereiten.
Ich freue mich schon wahnsinnig auf meine bekannte Aufgabe als Geographie-Lehrerin und auf meine neue Herausforderung als Wachführer-Assistentin auf meinem 2.Zuhause, der Thor.
Am Ende meiner Reise habe ich eine Liste mit meinen Lieblings-Momenten zusammengestellt, auch für das letzte halbe Jahr gibt es so eine kleine Liste:
- Vogelgezwitscher
- Der Wald mit seinen Geräuschen und Gerüchen direkt hinter unserem Haus/beim Joggen
- guter Kaffee, am liebsten mit jemand von euch
- Saftschorle und Blubber-Wasser
- lange Gespräche und Telefonate mit euch
- Einkaufsbummel durch das wunderschöne Nürnberg
- wieder "nur" in den Park zu gehen
- "hey jude" auf der Wendelsteiner Kerwa
- im Garten meiner Eltern liegen
....
in meiner Schatzkiste der tollen Momente und Erinnerungen ist noch viel mehr abgelegt, der Auszug muss erst einmal ausreichen:-)
Was mich aber trotz all der wunderbaren Stunden nicht los gelassen hat, war die Sehnsucht nach dem Horizont und der Weite des Meeres und deswegen kann ich es kaum erwarten wieder die Leinen zu lösen, die Segel zu setzen und neuen tollen Momenten und Erlebnissen entgegen zu segeln.
Ich trage euch bei mir und berichte euch von meiner Reise
Kerstin
kaum zu glauben, aber wahr, gar nicht mehr lange und ich packe schon wieder meinen Seesack!
Als ich ihn letztes Jahr bei Ebay bestellt habe dachte ich mir noch: ob sich diese Inevestition wohl lohnt? Das dachte ich mir aber bei so ziemlich allem vor einem Jahr. Ein Jahr später weiß ich jetzt: ja all das hat sich gelohnt!
Als ich noch jünger war, habe ich gesagt: "Wenn ich groß bin, dann segel ich um die Welt!"
Für bare Münze haben das nur wenige genommen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich jetzt wohl groß bin, aber unglaublich, ich bin gesegelt! Und was noch viel unglaublicher ist: ich tu´s schon wieder!
Wie ist das alles dieses Mal? Anders. Aber es soll ja auch eine andere Reise werden, keine Kopie der letzten. Nur eins, das ist nicht so viel anders wie letztes Jahr: das Abschied nehmen, das fällt - obwohl ich weiß, wie sehr ich das, was kommt liebe - mir nicht leicht.
Ich möchte euch allen danken, dass ihr mich im April wieder so toll hier Zuhause aufgenommen habt. Ihr habt mir sehr geholfen hier wieder ganz und gar anzukommen. Dafür herzlichen Dank.
Und wenn man daheim so tolle Menschen hat, wie ihr es seit, dann kann man auch diese unbeschreibliche Zeit, die vor mir liegt genießen. Ich möchte euch wieder gerne ein wenig mitnehmen. Also wird es hier - an bekannter Stelle - wieder Geschichten und Berichte zu lesen geben.
Auch freue ich mich über Berichte und Geschichten von euch. Meine E-Mail-Adresse ändert sich nicht und meine neue Postanschrift lautet:
Kerstin Scharpff
KUS 2011/ 2012
Geschäftsstelle Segelschiff Thor Heyerdahl
Wischhofstraße 1-3, Gebäude 1
24148 Kiel
wenn die Briefe ein Gewicht von 50g nicht übersteigen, dann werden sie auch bestimmt bei mir ankommen und mir sehr viel Freude bereiten.
Ich freue mich schon wahnsinnig auf meine bekannte Aufgabe als Geographie-Lehrerin und auf meine neue Herausforderung als Wachführer-Assistentin auf meinem 2.Zuhause, der Thor.
Am Ende meiner Reise habe ich eine Liste mit meinen Lieblings-Momenten zusammengestellt, auch für das letzte halbe Jahr gibt es so eine kleine Liste:
- Vogelgezwitscher
- Der Wald mit seinen Geräuschen und Gerüchen direkt hinter unserem Haus/beim Joggen
- guter Kaffee, am liebsten mit jemand von euch
- Saftschorle und Blubber-Wasser
- lange Gespräche und Telefonate mit euch
- Einkaufsbummel durch das wunderschöne Nürnberg
- wieder "nur" in den Park zu gehen
- "hey jude" auf der Wendelsteiner Kerwa
- im Garten meiner Eltern liegen
....
in meiner Schatzkiste der tollen Momente und Erinnerungen ist noch viel mehr abgelegt, der Auszug muss erst einmal ausreichen:-)
Was mich aber trotz all der wunderbaren Stunden nicht los gelassen hat, war die Sehnsucht nach dem Horizont und der Weite des Meeres und deswegen kann ich es kaum erwarten wieder die Leinen zu lösen, die Segel zu setzen und neuen tollen Momenten und Erlebnissen entgegen zu segeln.
Ich trage euch bei mir und berichte euch von meiner Reise
Kerstin
Neue Bilder online
Hallo Ihr,
ich habe noch zu den letzten Abschnitten der Reise Bilder hochgeladen (letzte Etappen und Ankunft in Kiel) und zudem die Fotos mal ein wenig orndetlicher sortiert...hoffe ich zumindest.
Dann viel Spaß beim Gucken und Lust sammeln für baldige neue Veröffentlichungen.
Viele Grüße aus dem sonnigen Schwand
Kerstin
ich habe noch zu den letzten Abschnitten der Reise Bilder hochgeladen (letzte Etappen und Ankunft in Kiel) und zudem die Fotos mal ein wenig orndetlicher sortiert...hoffe ich zumindest.
Dann viel Spaß beim Gucken und Lust sammeln für baldige neue Veröffentlichungen.
Viele Grüße aus dem sonnigen Schwand
Kerstin
Montag, 25. Juli 2011
Kuba-Bilder online!
Hallo Ihr Lieben,
weiß nicht, ob noch jemand ab und zu hier reinschaut...falls ja, ich hab ein paar Kuba-Impressionen hochgeladen.
Viel Spaß damit
Drück euch alle
Kerstin
weiß nicht, ob noch jemand ab und zu hier reinschaut...falls ja, ich hab ein paar Kuba-Impressionen hochgeladen.
Viel Spaß damit
Drück euch alle
Kerstin
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