Ahoi meine Leiben,
viele liebe Grüße von den Azoren, wir liegen hier schon seit einer Woche, also seit letzten Freitag. Aber irgendwie hatte ich noch nicht die Zeit mich zu melden. Ich musste hier auch erstmal ein wenig urlaub machen und dann "arbeiten" also wandern und zeugnisse schreiben. in einer std laufen wir aus, weil das wetter blöd ist. wir segeln zu einer anderen insel der azoren und hoffen dort auf besseres wetter. über england hängt ein hoch, was uns östliche winde schickt, also aus der falschen richtung!
sobald sich das mal in bewegung setzt gehts los
freu mich schon ech alle bald wieder zu sehen
mir gehts soweit grad richtig gut hier!
drück euch feste und bis bald
Freitag, 30. März 2012
Dienstag, 6. März 2012
In 40 min werden die Segel gesetzt und es geht zu den Azoren!
Ahoi meine Lieben,
haute Morgen wurde entschieden, dass wir evtl heute ncoh auslaufen werden, zum Mittag kam dann die Entscheidung, dass wir um 16Uhr ablegen werden, was in 40min ist.
Noch passen die Winde ziemlich gut um richtung Osten zu fahren, würden wir noch warten, dann würde der Wind drehen und von Osten kommen, ist blöd!
Also werden wir gleich alle Segel hochziehen und unsere Fahrt über den Nordatlanmtik beginnen. Die nächsten 2 2/1bis3 Wochen sind segeltechnisch wahrschienlich die härtesten der Reise, der Nordatlantik ist berühmt für seine Stürme und rauhe See, aber ich bin mir sicher, dass wir das gut mesitern werden! Diese Herausforderung kitzelt uns alle auch ein wenig und stachelt uns an. Trotzdem dürft ihr gerne die Wetterkarte verfolgen und hoffen, dass zwischen hier und den Azoren möglichst wenige Tiefs zu weit südlich durchwandern...naja wünscht uns einfach gutes Wetter für die nächsten 1800 Seemeilen.
Bis bald
eure Kerstin
haute Morgen wurde entschieden, dass wir evtl heute ncoh auslaufen werden, zum Mittag kam dann die Entscheidung, dass wir um 16Uhr ablegen werden, was in 40min ist.
Noch passen die Winde ziemlich gut um richtung Osten zu fahren, würden wir noch warten, dann würde der Wind drehen und von Osten kommen, ist blöd!
Also werden wir gleich alle Segel hochziehen und unsere Fahrt über den Nordatlanmtik beginnen. Die nächsten 2 2/1bis3 Wochen sind segeltechnisch wahrschienlich die härtesten der Reise, der Nordatlantik ist berühmt für seine Stürme und rauhe See, aber ich bin mir sicher, dass wir das gut mesitern werden! Diese Herausforderung kitzelt uns alle auch ein wenig und stachelt uns an. Trotzdem dürft ihr gerne die Wetterkarte verfolgen und hoffen, dass zwischen hier und den Azoren möglichst wenige Tiefs zu weit südlich durchwandern...naja wünscht uns einfach gutes Wetter für die nächsten 1800 Seemeilen.
Bis bald
eure Kerstin
Mittwoch, 29. Februar 2012
Und schwupps auf Bermuda!!!
Hallo meine Lieben!
Viele liebe Grüße von der wunderschönen Insel Bermudas. Also ich finde ja nach wie vor, dass die Bezeichnung Puppeninsel sowas von passend ist, aber das nur am Rande!
Wir sind gestern Nacht (von Montag auf Dienstag) um halb 1 hier in St. George´s an die Pier gegangen (2 1 vorn und achtern, falls ihr es genau wissen wollt, ich war mit an der Achterspring, war aber kein so spannendes Anlegemanöver weil praktisch kein Wind, also lief alles problemlos). Von Kuba hierher sind wir praktisch geflogen, wir hatten guten Segelwind, die Thor ist über die Wogen geflogen… naja nicht immer, wir hatten teilweise auch wieder ziemlichen Seegang, hohe Dünung, aber ich fand´s gar nicht schlimm. Blöd fand ich allerdings, dass wir es tagelang mit Nordwind zu tun hatten, direkt aus der Arktis… schön kalt… also unter 20 Grad! Ich hab diese Etappe endlich mal keine Wachzeit, für die ich mitten in der Nacht raus muss, gehe von 5 bis 8 Wache. Das ist, wie ich finde, eine hammertolle Wache: Man kann die ganze Nacht an einem Stück bis halb 5 schlafen, man kommt an Deck, unendlich viele Sterne begrüßen einen, man bemerkt wie es langsam zu dämmern beginnt und dann ganz allmählich verfärbt sich der Himmel rot-orange-gelb-lila-rosa-… und die Sonne geht auf! Oft hinter Wolken aber egal. Zudem gibt es ab halb 7 frischen Kaffee. Alles in allem sehr toll! Und abends: man kommt auf Wache, die letzten Sonnenstrahlen kitzeln die Nase, es wird kälter (nicht so toll) und dann geht hinter uns die Sonne unter, alles verfärbt sich goldgelb, es wird dunkel….stockdunkel, aber dann ist die Wache eigentlich schon vorbei. Wenn ich es jetzt noch schaffe mal nicht zu verschlafen morgens, dann wäre das zwar noch besser, aber alles auf einmal geht eben nicht!!!
4 Tage vor Bermudas hat die 2. Schiffsübergabe stattgefunden: wir haben das Schiff wieder in Schülerhand übergeben und die elektronischen Navigationsgeräte abgestellt. Nur mit Hilfe der Sonne und der Sterne und sehr alten Methoden der Geschwindigkeitsmessung haben unsere Schüler navigiert. Als wir die Geräte wieder eingeschaltet haben, hat sich herausgestellt, dass die Schüler verdammt gut navigiert haben: laut ihren Berechnungen waren wir nur 1,2 Seemeilen neben unserer eigentlichen Position. Das war eine hammer Leistung!
Meine Wache besteht im Moment aus 6 Mädels und 2 Jungs, ziemlicher Weiberhaufen, den muss ich jetzt mal ein wenig einnorden. Ich mein das nicht böse, aber jetzt (am kommenden Mittwoch 08.03. circa) geht es auf den Nordatlantik und da kann ich keinen gaggernden Weiberhaufen auf Wache gebrauchen, da brauch ich Seefahrer, die anpacken und wissen wie man segelt und das Schiff funktioniert, aber ich mach mir da keinen großen Sorgen. Wenn man ihnen das sagt, dann dürfte das kein Problem sein! Die wissen hier in der Zwischenzeit alle, dass wir hier keinen Urlaub auf dem Ponyhof machen!!! Allerdings haben alle anderen mir gegenüber einen Vorteil: sie waren noch nie auf dem Nordatlantik, sie wissen nicht, was auf sie zu kommt, wie viel an Detlefs Geschichten wahr ist, aber trotzdem freu ich mich auf die Herausforderung!
Jetzt sind wir erst einmal eine Woche auf Bermuda und bereiten das Schiff vor und ich habe ein wenig Unterricht, schulische Arbeit zu erledigen und Freizeit.
Ich möchte euch aber nicht einen kurzen Bericht über meine Zeit auf Kuba vorenthalten:
Also die Anreise alleine könnte schon Seiten füllen, aber nur kurz: beim Packen, kurz bevor Kristina und ich los mussten habe ich bemerkt, dass unser Flug verschoben worden war und wir erst einen Tag später geflogen sind! Am Flughafen von Cancun am nächsten Tag dann gabs dann zudem Probleme ohne Ende, nichts schlimmes, aber nervenaufreibend v.a. wenn man so gut wie kein Spanisch spricht, der Flieger Verspätung hat, Kristina aber einen ganz bestimmten Bus schon ein paar Std später am anderen Ende von Havanna erwischen muss und man versucht durch kubanische Behörden zu kommen und dem Taxifahrer den Weg erklären muss, aber ging alles gut. Fix und alle war ich dann einen Abend bzw eine Nacht in Havanna, in der Alex (Kollege, Englischlehrer, der bis dahin mit den Schülern gereist ist) und ich uns einmal durch sämtliche Biersorten Kubas getrunken haben (die für die Touris und die für die Einheimischen, spannend!!!) und gelernt haben das in einer Kneipe für Einheimische die Cola im Cuba Libre nur dazu da ist, dass man nicht durchschauen kann. Zudem wurden wir noch beim Bezahlen verarscht, was in Kuba an der Tageordnung ist, wenn man als Touri in Nicht-Touriläden geht, die Preise für die Kubaner kennt und dann das doppelte zahlt (was zwar immer noch wenig ist 2 € für einen Cuba Libre 0,5 € für ein Bier, aber trotzdem!)
Am nächsten Morgen (mit zu wenig Schlaf) gings auf Kleingruppenexkursion: Ich durfte mit 6 Schülern (3 Mädels, 3 Jungs, eine Gruppe, in der sonst niemand was mit dem anderen zu tun hat, sehr spannend also) erst für eine Nacht nach Santa Clara und dann nach Matanzas!!!!!
Santa Clara ist die Che- Stadt in Kuba schlecht hin: dort hat er gewirkt, dort liegt er begraben…oh großer geliebter Che….blabla. War nett und spannend der kurze Aufenthalt. Wir haben bei unglaublich heißen Temperaturen sehr viel gesehen.
Weiter gings nach Matanzas: über diese Stadt steht in den Reiseführern:… wenn sie denken sie hätten von Kuba alles gesehen und nicht mehr wissen wo sie hin sollen, dann können sie auch noch nach Matanzas gehen, aber dort gibt es nichts zu sehen…. Kulinarisches Ödland….Shoppen in Matanzas ist wie die Suche nach einem Brunnen in der Sahara….Matanzas heißt übersetzt: schlachten, und so riecht die Stadt….usw Also das wahre Kuba, ich hab mich ganz ernst richtig gefreut: eine Gruppe, die vorn und hinten nicht zusammen passt in einer Stadt, in der nichts passt….das kann ja nur überragend werden! Und so war es: wir hatten sehr viel Spaß, haben erstaunlich viel gesehen uns vom kubanischen Alltag tragen lassen, viel unternommen, ich hab wunderschöne Ballerinas aus Echtleder geshoppt, wir waren lecker essen,… Problamtisch hat sich nur die Gestaltung des Abendprogramms erwiesen: tolles Theater, wg Renovierung geschlossen, Cabaret und Varieté wg Nebensaison geschlossen oder viel zu teuer und weit weg…was macht man also? Man zieht sich hübsch an, für was auch immer, legt seinen Hello-Kitty-Glitzer-Lipgloss auf, steigt in ein Taxi und sagt: wir wollen einen tollen Abend, mit Musik und Tanz und schaut was passiert. Und siehe da: es klappt!
Auch die Rückfahrt nach Havanna war sehr spannend: die Schüler (die sich übrigens sehr gut verstanden haben) wollten mit einer uralten Elektroeisenbahn nach Havanna fahren. Abfahrtszeiten laut „Fahrplan“ 5:16 Uhr 11:30 Uhr. Laut alten Mann auf der Bank im verlassenen Bahnhof fährt der Zug so 3 bis 4 Std + Stopps. Wir müssen dann noch quer durch Havanna und müssen um 16Uhr im Hotel sein….der Zug hat grundsätzlich Verspätung….also….na klar wir nehmen den um 5:16 Uhr (diese Abfahrtszeit werde ich in meinem Leben nie wieder vergessen, das könnt ihr mir glauben!) Zum Bahnhof mussten wir laufen, ein Taxi vorzubestellen hat sich als etwas schwer herausgestellt: „wann? Um halb 5? In der Früh? Klar kann ich euch da fahren, da müsst ihr nur in das eine Pub an der Ecke da kommen, da bin ich meistens um diese Zeit!“ OK wir laufen! Mitten in der Nacht gings los: 7 Gestörte mit Rucksäcken durch das schlafende Matanzas, das leider nicht überall Straßenlaternen hat, aber hei KUSis haben immer ihre Stirnlampen dabei….das muss ein Bild gewesen sein….der Bahnhof war noch verschlossen, der Zug aber wenigstens schon mal da! Irgendwann öffnete der Bahnhof, der Versuch Tickets zu kaufen misslang, es war niemand da der Tickets verkauft! Andere eintrudelnde Passagiere erklärten uns: steigt einfach ein, Karten könnt ihr im Zug kaufen. Im Zug war es nahezu stockdunkel, die meisten Türen hatten keine Fensterscheiben mehr, die Sitze waren saumäßig unbequem, die Fenster kaputt, also bis zur Hälfte auf, somit war es auch nicht so warm. Irgendwann haben sie mit dem Versuch die Maschine der 2 Wagons (jeweils mit Fahrerkabine vorne) zu starten begonnen, was ca 20 min nach geplanter Abfahrtszeit funktionierte. Ein Schaffner ging durch und schloß !per Hand! die Türen der Wagons, kassierte, wir bekamen Tickets und es ging los. Wir ratterten über Stock und Stein – so fühlte es sich zumindest an – sehen tat man ja nichts, hin und wieder durchzuckten grüne Blitze von den Hochspannungsleitungen die Dunkelheit und zeigten ein wenig der Umgebung. Es war verdammt kalt im Zug und zog ohne Ende. Jeder von uns wickelte sich in irgendwas warmes (Decken, Schlafsack, mehrere Pullis, ich hatte nicht viel dabei) und versuchte noch ein wenig zu schlafen. Langsam wurde es heller, wir rauschten vorbei an Palmen und Dörfern, immer wieder hielten wir, es stiegen ein paar Menschen ein und ein paar Dörfer weiter wieder aus. Ab und zu trug der Wind den Geruch der Morgenzigaretten oder –Zigarren der Passagiere durch den Zug…die Reise war spannend. Nebenbei überfuhren wir eine Kuh, die nicht von den Gleisen wollte (ein Schüler war vorne sich mit dem Lokomotivführer unterhalten als es passierte), wenig später hielten wir auf offener Strecke, der Schaffner stieg aus, ein Krach unterm Zug, er stieg mit ein paar verbogenen dicken Eisenstangen wieder ein und meinte, die waren grad irgendwie in die Räder gekommen…..na wenn es weiter nichts ist!!!! In Havanna angekommen erfuhren wir, dass wir mit der Fähre durch die Bucht müssen, was sich im ersten Moment toll anhörte, Problem nur: vor einiger Zeit wurde eine Fähre entführt und die Entführer haben versucht mit ihr aus Kuba zu fliehen, seitdem wird jeder Passagier komplett kontrolliert…auch wir mit unserem riesen Gepäck. Ein Schüler musste seine „Bastelschere“ abgeben (Waffe) und eine Schülerin 2 Gläser Honig (Glas = schwerer Wurfkörper). Ich erklärte, dass das meine Schüler sind und wir nicht fliehen wollen, die Schere sei wichtig für meinen Unterricht und der Honig für den Opa zu Hause, der Kuba ganz toll findet! Der Kapitän der Fähre schmuggelte die Schere in seiner Jackentasche für uns mit ans andere Ufer, der Honig musste bleiben! Kuba ist doch ein spannendes Land!
Anschließend habe ich noch 4 Tage mit Kristina und Stefan (Lehrerkollegen) in Havanna verbracht, ein bisschen geshoppt, ein bisschen die Zeit genossen, rum gelaufen, (Rum gekauft, Rum genossen), abends ein wenig gefeiert und am Malecon (Uferpromenade) gesessen, was sehr schön war!
Mir fällt grad auf, dass ich von meinem Mexiko-Aufenthalt auch noch gar nichts geschrieben habe, aber ich denke das reicht erstmal an Berichten, nur so viel: die beiden Ausflüge waren einfach nur toll, ich werde euch bei Gelegenheit ein paar Bilder hochladen denke ich. Hier auf Bermuda kann ich evtl fast jeden Tag mal kurz oder lang ins Internet. Aber jetzt muss ich mal noch kurz die anderen besuchen gehen, die sitzen um die Ecke auf einem netten kleinen Platz und quatschen noch. Morgen früh ist um 6 Uhr die Nacht zu Ende: ich will joggen gehen, war ich heute schon, war voll schön.
Drück euch feste bis die Tage
Eure
Kerstin
Viele liebe Grüße von der wunderschönen Insel Bermudas. Also ich finde ja nach wie vor, dass die Bezeichnung Puppeninsel sowas von passend ist, aber das nur am Rande!
Wir sind gestern Nacht (von Montag auf Dienstag) um halb 1 hier in St. George´s an die Pier gegangen (2 1 vorn und achtern, falls ihr es genau wissen wollt, ich war mit an der Achterspring, war aber kein so spannendes Anlegemanöver weil praktisch kein Wind, also lief alles problemlos). Von Kuba hierher sind wir praktisch geflogen, wir hatten guten Segelwind, die Thor ist über die Wogen geflogen… naja nicht immer, wir hatten teilweise auch wieder ziemlichen Seegang, hohe Dünung, aber ich fand´s gar nicht schlimm. Blöd fand ich allerdings, dass wir es tagelang mit Nordwind zu tun hatten, direkt aus der Arktis… schön kalt… also unter 20 Grad! Ich hab diese Etappe endlich mal keine Wachzeit, für die ich mitten in der Nacht raus muss, gehe von 5 bis 8 Wache. Das ist, wie ich finde, eine hammertolle Wache: Man kann die ganze Nacht an einem Stück bis halb 5 schlafen, man kommt an Deck, unendlich viele Sterne begrüßen einen, man bemerkt wie es langsam zu dämmern beginnt und dann ganz allmählich verfärbt sich der Himmel rot-orange-gelb-lila-rosa-… und die Sonne geht auf! Oft hinter Wolken aber egal. Zudem gibt es ab halb 7 frischen Kaffee. Alles in allem sehr toll! Und abends: man kommt auf Wache, die letzten Sonnenstrahlen kitzeln die Nase, es wird kälter (nicht so toll) und dann geht hinter uns die Sonne unter, alles verfärbt sich goldgelb, es wird dunkel….stockdunkel, aber dann ist die Wache eigentlich schon vorbei. Wenn ich es jetzt noch schaffe mal nicht zu verschlafen morgens, dann wäre das zwar noch besser, aber alles auf einmal geht eben nicht!!!
4 Tage vor Bermudas hat die 2. Schiffsübergabe stattgefunden: wir haben das Schiff wieder in Schülerhand übergeben und die elektronischen Navigationsgeräte abgestellt. Nur mit Hilfe der Sonne und der Sterne und sehr alten Methoden der Geschwindigkeitsmessung haben unsere Schüler navigiert. Als wir die Geräte wieder eingeschaltet haben, hat sich herausgestellt, dass die Schüler verdammt gut navigiert haben: laut ihren Berechnungen waren wir nur 1,2 Seemeilen neben unserer eigentlichen Position. Das war eine hammer Leistung!
Meine Wache besteht im Moment aus 6 Mädels und 2 Jungs, ziemlicher Weiberhaufen, den muss ich jetzt mal ein wenig einnorden. Ich mein das nicht böse, aber jetzt (am kommenden Mittwoch 08.03. circa) geht es auf den Nordatlantik und da kann ich keinen gaggernden Weiberhaufen auf Wache gebrauchen, da brauch ich Seefahrer, die anpacken und wissen wie man segelt und das Schiff funktioniert, aber ich mach mir da keinen großen Sorgen. Wenn man ihnen das sagt, dann dürfte das kein Problem sein! Die wissen hier in der Zwischenzeit alle, dass wir hier keinen Urlaub auf dem Ponyhof machen!!! Allerdings haben alle anderen mir gegenüber einen Vorteil: sie waren noch nie auf dem Nordatlantik, sie wissen nicht, was auf sie zu kommt, wie viel an Detlefs Geschichten wahr ist, aber trotzdem freu ich mich auf die Herausforderung!
Jetzt sind wir erst einmal eine Woche auf Bermuda und bereiten das Schiff vor und ich habe ein wenig Unterricht, schulische Arbeit zu erledigen und Freizeit.
Ich möchte euch aber nicht einen kurzen Bericht über meine Zeit auf Kuba vorenthalten:
Also die Anreise alleine könnte schon Seiten füllen, aber nur kurz: beim Packen, kurz bevor Kristina und ich los mussten habe ich bemerkt, dass unser Flug verschoben worden war und wir erst einen Tag später geflogen sind! Am Flughafen von Cancun am nächsten Tag dann gabs dann zudem Probleme ohne Ende, nichts schlimmes, aber nervenaufreibend v.a. wenn man so gut wie kein Spanisch spricht, der Flieger Verspätung hat, Kristina aber einen ganz bestimmten Bus schon ein paar Std später am anderen Ende von Havanna erwischen muss und man versucht durch kubanische Behörden zu kommen und dem Taxifahrer den Weg erklären muss, aber ging alles gut. Fix und alle war ich dann einen Abend bzw eine Nacht in Havanna, in der Alex (Kollege, Englischlehrer, der bis dahin mit den Schülern gereist ist) und ich uns einmal durch sämtliche Biersorten Kubas getrunken haben (die für die Touris und die für die Einheimischen, spannend!!!) und gelernt haben das in einer Kneipe für Einheimische die Cola im Cuba Libre nur dazu da ist, dass man nicht durchschauen kann. Zudem wurden wir noch beim Bezahlen verarscht, was in Kuba an der Tageordnung ist, wenn man als Touri in Nicht-Touriläden geht, die Preise für die Kubaner kennt und dann das doppelte zahlt (was zwar immer noch wenig ist 2 € für einen Cuba Libre 0,5 € für ein Bier, aber trotzdem!)
Am nächsten Morgen (mit zu wenig Schlaf) gings auf Kleingruppenexkursion: Ich durfte mit 6 Schülern (3 Mädels, 3 Jungs, eine Gruppe, in der sonst niemand was mit dem anderen zu tun hat, sehr spannend also) erst für eine Nacht nach Santa Clara und dann nach Matanzas!!!!!
Santa Clara ist die Che- Stadt in Kuba schlecht hin: dort hat er gewirkt, dort liegt er begraben…oh großer geliebter Che….blabla. War nett und spannend der kurze Aufenthalt. Wir haben bei unglaublich heißen Temperaturen sehr viel gesehen.
Weiter gings nach Matanzas: über diese Stadt steht in den Reiseführern:… wenn sie denken sie hätten von Kuba alles gesehen und nicht mehr wissen wo sie hin sollen, dann können sie auch noch nach Matanzas gehen, aber dort gibt es nichts zu sehen…. Kulinarisches Ödland….Shoppen in Matanzas ist wie die Suche nach einem Brunnen in der Sahara….Matanzas heißt übersetzt: schlachten, und so riecht die Stadt….usw Also das wahre Kuba, ich hab mich ganz ernst richtig gefreut: eine Gruppe, die vorn und hinten nicht zusammen passt in einer Stadt, in der nichts passt….das kann ja nur überragend werden! Und so war es: wir hatten sehr viel Spaß, haben erstaunlich viel gesehen uns vom kubanischen Alltag tragen lassen, viel unternommen, ich hab wunderschöne Ballerinas aus Echtleder geshoppt, wir waren lecker essen,… Problamtisch hat sich nur die Gestaltung des Abendprogramms erwiesen: tolles Theater, wg Renovierung geschlossen, Cabaret und Varieté wg Nebensaison geschlossen oder viel zu teuer und weit weg…was macht man also? Man zieht sich hübsch an, für was auch immer, legt seinen Hello-Kitty-Glitzer-Lipgloss auf, steigt in ein Taxi und sagt: wir wollen einen tollen Abend, mit Musik und Tanz und schaut was passiert. Und siehe da: es klappt!
Auch die Rückfahrt nach Havanna war sehr spannend: die Schüler (die sich übrigens sehr gut verstanden haben) wollten mit einer uralten Elektroeisenbahn nach Havanna fahren. Abfahrtszeiten laut „Fahrplan“ 5:16 Uhr 11:30 Uhr. Laut alten Mann auf der Bank im verlassenen Bahnhof fährt der Zug so 3 bis 4 Std + Stopps. Wir müssen dann noch quer durch Havanna und müssen um 16Uhr im Hotel sein….der Zug hat grundsätzlich Verspätung….also….na klar wir nehmen den um 5:16 Uhr (diese Abfahrtszeit werde ich in meinem Leben nie wieder vergessen, das könnt ihr mir glauben!) Zum Bahnhof mussten wir laufen, ein Taxi vorzubestellen hat sich als etwas schwer herausgestellt: „wann? Um halb 5? In der Früh? Klar kann ich euch da fahren, da müsst ihr nur in das eine Pub an der Ecke da kommen, da bin ich meistens um diese Zeit!“ OK wir laufen! Mitten in der Nacht gings los: 7 Gestörte mit Rucksäcken durch das schlafende Matanzas, das leider nicht überall Straßenlaternen hat, aber hei KUSis haben immer ihre Stirnlampen dabei….das muss ein Bild gewesen sein….der Bahnhof war noch verschlossen, der Zug aber wenigstens schon mal da! Irgendwann öffnete der Bahnhof, der Versuch Tickets zu kaufen misslang, es war niemand da der Tickets verkauft! Andere eintrudelnde Passagiere erklärten uns: steigt einfach ein, Karten könnt ihr im Zug kaufen. Im Zug war es nahezu stockdunkel, die meisten Türen hatten keine Fensterscheiben mehr, die Sitze waren saumäßig unbequem, die Fenster kaputt, also bis zur Hälfte auf, somit war es auch nicht so warm. Irgendwann haben sie mit dem Versuch die Maschine der 2 Wagons (jeweils mit Fahrerkabine vorne) zu starten begonnen, was ca 20 min nach geplanter Abfahrtszeit funktionierte. Ein Schaffner ging durch und schloß !per Hand! die Türen der Wagons, kassierte, wir bekamen Tickets und es ging los. Wir ratterten über Stock und Stein – so fühlte es sich zumindest an – sehen tat man ja nichts, hin und wieder durchzuckten grüne Blitze von den Hochspannungsleitungen die Dunkelheit und zeigten ein wenig der Umgebung. Es war verdammt kalt im Zug und zog ohne Ende. Jeder von uns wickelte sich in irgendwas warmes (Decken, Schlafsack, mehrere Pullis, ich hatte nicht viel dabei) und versuchte noch ein wenig zu schlafen. Langsam wurde es heller, wir rauschten vorbei an Palmen und Dörfern, immer wieder hielten wir, es stiegen ein paar Menschen ein und ein paar Dörfer weiter wieder aus. Ab und zu trug der Wind den Geruch der Morgenzigaretten oder –Zigarren der Passagiere durch den Zug…die Reise war spannend. Nebenbei überfuhren wir eine Kuh, die nicht von den Gleisen wollte (ein Schüler war vorne sich mit dem Lokomotivführer unterhalten als es passierte), wenig später hielten wir auf offener Strecke, der Schaffner stieg aus, ein Krach unterm Zug, er stieg mit ein paar verbogenen dicken Eisenstangen wieder ein und meinte, die waren grad irgendwie in die Räder gekommen…..na wenn es weiter nichts ist!!!! In Havanna angekommen erfuhren wir, dass wir mit der Fähre durch die Bucht müssen, was sich im ersten Moment toll anhörte, Problem nur: vor einiger Zeit wurde eine Fähre entführt und die Entführer haben versucht mit ihr aus Kuba zu fliehen, seitdem wird jeder Passagier komplett kontrolliert…auch wir mit unserem riesen Gepäck. Ein Schüler musste seine „Bastelschere“ abgeben (Waffe) und eine Schülerin 2 Gläser Honig (Glas = schwerer Wurfkörper). Ich erklärte, dass das meine Schüler sind und wir nicht fliehen wollen, die Schere sei wichtig für meinen Unterricht und der Honig für den Opa zu Hause, der Kuba ganz toll findet! Der Kapitän der Fähre schmuggelte die Schere in seiner Jackentasche für uns mit ans andere Ufer, der Honig musste bleiben! Kuba ist doch ein spannendes Land!
Anschließend habe ich noch 4 Tage mit Kristina und Stefan (Lehrerkollegen) in Havanna verbracht, ein bisschen geshoppt, ein bisschen die Zeit genossen, rum gelaufen, (Rum gekauft, Rum genossen), abends ein wenig gefeiert und am Malecon (Uferpromenade) gesessen, was sehr schön war!
Mir fällt grad auf, dass ich von meinem Mexiko-Aufenthalt auch noch gar nichts geschrieben habe, aber ich denke das reicht erstmal an Berichten, nur so viel: die beiden Ausflüge waren einfach nur toll, ich werde euch bei Gelegenheit ein paar Bilder hochladen denke ich. Hier auf Bermuda kann ich evtl fast jeden Tag mal kurz oder lang ins Internet. Aber jetzt muss ich mal noch kurz die anderen besuchen gehen, die sitzen um die Ecke auf einem netten kleinen Platz und quatschen noch. Morgen früh ist um 6 Uhr die Nacht zu Ende: ich will joggen gehen, war ich heute schon, war voll schön.
Drück euch feste bis die Tage
Eure
Kerstin
Mittwoch, 8. Februar 2012
Wer lesen kann ist klar im Vorteil und RTL!!!!!
Hallo meine Lieben,
ganz viele liebe Grüße...von der Isla Mujeres! Ja!!!! Wie ich sollte doch eigentlich seit ein paar Std auf Kuba sein...????Ja das dachte ich bis heute morgen um kurz vor 11 auch noch1 Ja und dann hab ich nochmal die Flugzeiten etc kontrolliert!
Also es kamen seitdem ich auf Teneriffa den Flug gebucht hab einige Änderungen per Mail...meist um ein paar minuten oder so...
naja huete Morgen hab ich dann festgestellt, dass ich die letzte Änderung wohl vor heute nicht gesehen hab, denn der flug wurde auf morgen verschoben! eigentlich sollte ich spätestens morgen um 14uhr in Havanna sein, weil dann die Besprechung für die Kleingruppenexkursion stattfinden soll...aber der Fluggesellschaft (weiß micht mal genau welche, irgendwas mit Kuba) ist das ziemlich egal! also fliegen Kristina und ich eben Morgen! Das war ein Wink der Schicksals! Also musste ich heute Abend nochmal hier auf der Isla Mujeres weggehen :-) und flieg eben morgen:-)
hab dann heute somit doch in aller Ruhe packen können und noch an Bord helfen können, war auch gut und v.a. entspannt so:-)
Aber ich will schon unbedingt nach Kuba, freu mich auch schon voll...
So zum 2. Teil der Überschrift: wir haben seit Anfang der Reise an teilweise ein Filmteam an Bord gehabt. 2 echt nette Menschen vom Fernsehen, die eine Reportage über Nachwuchs auf See gedreht haben und diese Reportage wurde vor ein paar Tagen nachts auf RTL ausgestrahlt (hab ich grad erfahren) und ist jetzt noch eine Woche auf der Homepage von RTL im Levestream zu sehen.
hier der Link
http://rtl-now.rtl.de/die-grosse-reportage/leinen-los-ins-neue-leben-nachwuchs-auf-dem-meer.php?container_id=76938&player=1&season=0
hab es selber noch nicht wirklich gesehen, bin aber wohl auch ein paar Mal im Bilde, hoffe es ist nicht zu doof!!! Der Link geht übrigens glaub ich nur eine Woche!!!
So, das wars für heute, ich genieße jetzt meinen Pina Colada XXL!!!
Grüße euch alle und feiert schön Karneval für mich mit!!!!
Wenn alles gut geht ;-) melde ich mich von den Bermuda wieder...davor liegt viel Arbeit(Test korrigieren, 13 Feedback-Gespräche, Referatskorreturen und -besprechungen Unterrichtsbericht, Noten machen, ...), kein Unterricht, die Florida Straße, viele Portugiesische Galleren, eine Schiffsübergabe ohne GPS, nur mit astronomischer Navigation, Kuba, und und und...hier weiß man nie!!!! Nur eins weiß ich: kein Friseurbesuch auf Kuba...Elea hat mir in Panama "die Spitzen geschnitten"...!!!!
Küsse und Grüße und Sonnenstraheln ohne Ende, solange ich sie noch schicken kann, bald wird´s auch für mich wieder kälter und v.a. stürmisch, mal sehen was der Nordatlantik uns zu bieten hat und auf welche Probe er uns stellt!!!
Eure
Kerstin
ganz viele liebe Grüße...von der Isla Mujeres! Ja!!!! Wie ich sollte doch eigentlich seit ein paar Std auf Kuba sein...????Ja das dachte ich bis heute morgen um kurz vor 11 auch noch1 Ja und dann hab ich nochmal die Flugzeiten etc kontrolliert!
Also es kamen seitdem ich auf Teneriffa den Flug gebucht hab einige Änderungen per Mail...meist um ein paar minuten oder so...
naja huete Morgen hab ich dann festgestellt, dass ich die letzte Änderung wohl vor heute nicht gesehen hab, denn der flug wurde auf morgen verschoben! eigentlich sollte ich spätestens morgen um 14uhr in Havanna sein, weil dann die Besprechung für die Kleingruppenexkursion stattfinden soll...aber der Fluggesellschaft (weiß micht mal genau welche, irgendwas mit Kuba) ist das ziemlich egal! also fliegen Kristina und ich eben Morgen! Das war ein Wink der Schicksals! Also musste ich heute Abend nochmal hier auf der Isla Mujeres weggehen :-) und flieg eben morgen:-)
hab dann heute somit doch in aller Ruhe packen können und noch an Bord helfen können, war auch gut und v.a. entspannt so:-)
Aber ich will schon unbedingt nach Kuba, freu mich auch schon voll...
So zum 2. Teil der Überschrift: wir haben seit Anfang der Reise an teilweise ein Filmteam an Bord gehabt. 2 echt nette Menschen vom Fernsehen, die eine Reportage über Nachwuchs auf See gedreht haben und diese Reportage wurde vor ein paar Tagen nachts auf RTL ausgestrahlt (hab ich grad erfahren) und ist jetzt noch eine Woche auf der Homepage von RTL im Levestream zu sehen.
hier der Link
http://rtl-now.rtl.de/die-grosse-reportage/leinen-los-ins-neue-leben-nachwuchs-auf-dem-meer.php?container_id=76938&player=1&season=0
hab es selber noch nicht wirklich gesehen, bin aber wohl auch ein paar Mal im Bilde, hoffe es ist nicht zu doof!!! Der Link geht übrigens glaub ich nur eine Woche!!!
So, das wars für heute, ich genieße jetzt meinen Pina Colada XXL!!!
Grüße euch alle und feiert schön Karneval für mich mit!!!!
Wenn alles gut geht ;-) melde ich mich von den Bermuda wieder...davor liegt viel Arbeit(Test korrigieren, 13 Feedback-Gespräche, Referatskorreturen und -besprechungen Unterrichtsbericht, Noten machen, ...), kein Unterricht, die Florida Straße, viele Portugiesische Galleren, eine Schiffsübergabe ohne GPS, nur mit astronomischer Navigation, Kuba, und und und...hier weiß man nie!!!! Nur eins weiß ich: kein Friseurbesuch auf Kuba...Elea hat mir in Panama "die Spitzen geschnitten"...!!!!
Küsse und Grüße und Sonnenstraheln ohne Ende, solange ich sie noch schicken kann, bald wird´s auch für mich wieder kälter und v.a. stürmisch, mal sehen was der Nordatlantik uns zu bieten hat und auf welche Probe er uns stellt!!!
Eure
Kerstin
Montag, 6. Februar 2012
Grüße von der Ilsa Mujeres
Hallo nochmal zusammen,
wollte nur kurz darauf aufmerksam machen, dass mein lieber Bruder ganz viele Bilder online gestellt hat, ich habe sie gerade zudem sortiert und teilweise Untertitel eingefügt.
Heute hatte ich einen wunderschönen freien Tag. Wir sind mit einem Nachbau von der Pinta, einem der Schiffe von Columbus zu einer Insel gefahren, haben die Insel ein wenig erkundet, sehr lecker zu Mittag gegessen, waren schnorcheln und sind dann wieder heim gefahren.
Morgen muss ich um kurz nach 5 aufstehen, weil wir ganz früh schon ans Festland und dann zu einer riesigen Tempelanlage der Mayas fahren werden. Freu mich schon voll,... nur nicht aufs Aufstehen, aber das gehört wohl dazu!!!
Außerdem wollte ich mich ganz herzlich für die vielen lieben Mails und Glückwünsche von überall her bedanken, hab mich sehr gefreut, dass so viele am mich gedacht haben!
DANKE!!!!
Die nächsten Infos gibt es dann wahrscheinlich erst von den Bermuda bis dahin drück euch ganz doll feste
eure
Kerstin
wollte nur kurz darauf aufmerksam machen, dass mein lieber Bruder ganz viele Bilder online gestellt hat, ich habe sie gerade zudem sortiert und teilweise Untertitel eingefügt.
Heute hatte ich einen wunderschönen freien Tag. Wir sind mit einem Nachbau von der Pinta, einem der Schiffe von Columbus zu einer Insel gefahren, haben die Insel ein wenig erkundet, sehr lecker zu Mittag gegessen, waren schnorcheln und sind dann wieder heim gefahren.
Morgen muss ich um kurz nach 5 aufstehen, weil wir ganz früh schon ans Festland und dann zu einer riesigen Tempelanlage der Mayas fahren werden. Freu mich schon voll,... nur nicht aufs Aufstehen, aber das gehört wohl dazu!!!
Außerdem wollte ich mich ganz herzlich für die vielen lieben Mails und Glückwünsche von überall her bedanken, hab mich sehr gefreut, dass so viele am mich gedacht haben!
DANKE!!!!
Die nächsten Infos gibt es dann wahrscheinlich erst von den Bermuda bis dahin drück euch ganz doll feste
eure
Kerstin
Sonntag, 5. Februar 2012
Ein unglaublicher 26.01. !!!!
Hallo meine Lieben!
Ganz viele liebe Grüße aus Mexiko, besser gesagt von der Isla Mujerres. Die Insel ist genau vorgelagert von Cancun, was wir immer am Horizont sehen. Wir sind hier am 01.02. morgens angekommen und befinden uns nun hier in der Werft. Wir, das ist der Segelstamm. Zurzeit sind wir zu 10 an Bord, was ganz schön ruhig und entspannt ist, auch wenn wir eigentlich nur den ganzen Tag arbeiten. Ich habe die letzten 2 Tage einen riesigen Riss im Besantop-Segel genäht, da ich zur Zeit am besten nur sitzen sollte….hab mir wohl den steuerbord kleinen Zeh gebrochen….tut höllisch weh, aber mal der Reihe nach:
Wir sind aus Bocas del Torro – Panama – alle gesund und munter ausgelaufen. Kaum draußen begann ein übles Geschaukel und schwupps war über die Hälfte der Besatzung seekrank. Halt stopp: gesund und munter stimmt gar nicht: ein paar vom Stamm inkl mir hatten einen ziemlich unschönen Magen-Darm-Infekt. Mit Details verschone ich euch, aber es ging mir 24 Std verdammt dreckig. Zum Auslaufen ging es halbwegs wieder, aber so war mir auch ein wenig mulmig-seekrank zu Mute für ca einen Tag. Dann passierte nicht viel Spektakuläres. Wir hatten für die Etappe einen anderen Kapitän, Uli, kannte ich schon vom letzten Jahr. War anders, aber auch sehr schön mit ihm und ein paar neuen Steuerleuten.
Ich dachte mir, ich berichte euch mal von einem ganz bestimmten Tag, der sowas von unglaublich und spektakulär war, dass ich selbst jetzt noch hier sitze und kaum glauben kann, dass das alles wirklich wahr so passiert ist:
Der Tag beginnt am 26.01. um 01:40 Uhr: eine Stimme an meiner Koje: „Kerstin,…Kerstin,…es ist 01:40 Uhr, du hast in 20 min Wache….ach ja und alles Gute zum Geburtstag! Das Wetter ist ganz OK, kein Regen, aber windig, bis gleich!“
Ach krass, ja stimmt ja, Geburtstag! Naja erstmal wach werden, was anziehen, Wache und … naja mal sehen! Ich taste mich über das stockdunkle Schiff vom PK ins Deckshaus, wie jede Nacht vor der Wache. Es schaukelt ordentlich, ich halte mich irgendwo fest, dabei schweift mein Blick automatisch über den Horizont: keine Schiffe zu sehen an backbord. Der Blick wandert nach oben: keine einzige Wolke nur Milliarden von Sternen. Auf die Schnelle finde ich kein mir bekanntes Sternenbild,…naja ich bin auch noch nicht so ganz wach! Im Deckshaus: Klogang, einmal Wasser ins Gesicht, Versuch ein zopfähnliches Gebilde hinzubekommen, ich nehme meinen Klettergurt von meinem Hacken und trotte auf´s Achterdeck. Dort fallen mir bereits 2 Mädels aus meiner Wache um den Hals und gratulieren. Ein Schüler frägt: Und? - Was und? – Na wie fühlst du dich so jetzt ein Jahr älter? – Ziemlich müde… frag mich nachher nochmal OK? Nach der Wachübergabe läuft die Wache ihren normalen Gang: ich geh mal in den Ausguck, hole schwarzen Tee oder Kaffee, gucke Sterne (alle Sternenbilder sind noch da, war die Müdigkeit) und bin total überfordert mit den vielen Sternschnuppen: Was soll man sich da bloß alles wünschen? – Im Ausguck entdecke ich einen Lichtschimmer am Horizont: die Analyse ergibt: Cayman Island direkt voraus. Wenn wir so weiter segeln bumbsen wir am 26.01. so gegen 15 Uhr direkt an. Meine Wache und ich recherchieren über die Cayman´s: ein Abstecher würde sich unserer Meinung nach auf jeden Fall lohnen, wir finden gut und gerne 10 Gründe, denen niemand wiedersprechen kann… unserer Meinung nach! Die Wache endet für mich am Ruder, zum Ende steht plötzlich ein Rudel um mich: meine Wache und die nächste und singt morgens um 5 Uhr „Viel Glück und viel Segen…“ im Kanon…oder etwas Ähnlichem.
Vor dem Einschlafen lese ich meine ersten 2 Geburtstagsbriefe: von den Omis (herzlichen Dank!) Und schlafe ein.
09:15 Uhr: Paolo, ein Schüler sitzt auf der Kante meiner Koje: Kerstin, happy birthday!!! Es ist 9:15 Uhr, du wolltest geweckt werden…und übrigens es gibt zum Frühstück Pan Cakes (Pfannkuchen)!!! – WAS???? PAN CAKES????? – Ja, weil du doch heute Geburtstag hast! - …Ich stehe sofort auf, was bei mir ja nicht so häufig passiert, zieh mir schnell irgendwas an, was rumliegt und geh zum Frühstück und wirklich wahr: es gibt für jeden 2 Pan Cakes…außer für mich: ich bekomme von der Backschaft Pan-Cake-All-I-Can-Eat….nach einem riesigen Müsli und 3 Pan Cakes muss ich mich allerdings geschlagen geben. Der Geschichtsunterricht endet früher und ich bekomme ein weiteres Geb-Ständchen…voll süß!!!! Anschließend ein Blick auf die elektronische Seekarte: Der Kurs ist unverändert Richtung Cayman´s, aber der Kapitän erklärt, der Kurs sei nur so wegen der Windrichtung und wir wären zu langsam als dass sich anhalten lohnen würde, aber ihm ist das egal, er würde auch anlegen. Ich geh erst einmal Geschenke auspacken und Briefe lesen. (Danke meine Lieben, die CD läuft ständig und wir haben das Kochbuch auch schon genutzt, hab mich sehr über die Briefe gefreut). Anschließend bereite ich meinen Geo-Test für den nächsten Tag vor und schon gibt es Mittagessen: Tomaten-Mozzarella-Salat…ich kann´s kaum glauben, abends soll es Lasagne geben und es ist wohl auch ein Geb.-Kuchen im Ofen….unglaublich!!!! Nach dem Mittagessen ist es schon fast soweit: ich hab Wache. In der Zwischenzeit munkelt das ganze Schiff, was wohl mit den Cayman´s ist, ob wir wohl anhalten? Keiner weiß nix genaues…wie immer halt. Wache verläuft erst ziemlich ruhig, ich versuche noch Daniel, unserem Projektleiter mit dem ich ja letztes Jahr eine Kammer geteilt hab, davon zu überzeugen, dass wir aus soooo vielen Gründen auf die Cayman´s müssen, er ist nicht zu überzeugen! Nicht mal die Drohung ich würde ihm sein Geb.-Geschenk vom letzten Jahr wegnehmen zeigt Wirkung. Ich finde mich damit ab, dass wir nur sehr nah dran vorbei fahren werden. Dann gibt es Kaffee und Kuchen. Erst bekomm ich ein Ständchen – diesmal – von der gesamten Besatzung – voll schön!!!! – und ….kaum zu glauben…Donauwelle. Ich sag: jetzt sollte der Tag enden, weil besser kann er nicht mehr werden! Vom Projekt bekomm ich ein T-Shirt mit der Thor drauf und vom Stamm eine voll schöne Mütze! Anschließend: Lehrerkonferenz während wir uns weiterhin den Cayman´s nähern, wir werden wohl ganz nah vorbei fahren zum Gucken von Bord aus. In der Lehrerkonferenz wird entschieden, dass ich dieses Jahr auf Kuba nach Matanzas fahren darf…freu mich schon! Zurück auf dem Achterdeck schnapp ich mir ein Fernglas…mag auch Kreuzfahrtschiffe und Hafenmole angucken. „Hei Leute, ich glaub da kommt ein Schiff auf uns zu!“ – Kerstin, jetzt reicht´s dann langsam doch, hör auf mit dem Blödsinn! – Hm, das ist kein Blödsinn, da kommt ein Schiff! – und ja, ich behalte Recht: ein kl. Schiff, dass normal Touristen vom Kreuzfahrer an Land bringt, kommt Längsseite neben das Achterdeck und einer schreit rüber: wir sollen jetzt SOFORT in der Hafen kommen, was uns einfällt auf keine Funksprüche zu reagieren, wir wären im Gewässer des Staates Cayman Island und hätten darauf zu hören, was sie sagen! Jetzt kommt Action auf! Unser Kapitän: Schoner und Groß ganz ausbaumen, Rahn 4kant brassen, wir segeln weiter und weg von der Insel. Da ich noch Wache hab, ziehen Knut und ich mit unseren Kindern los. Brassen 4kant, baumen Schoner aus und sind gerade dabei uns ans Groß zu machen, da ertönt „Signal K“ (sofort alle auf dem Hauptdeck sammeln). In der Zwischenzeit wird versucht über Funk zu klären, was los ist, weil uns bereits 2 Boote umrunden- auf dem einen steht Polizei – die Sache wird langsam spannend! Und plötzlich taucht zudem ein Polizeihubschrauber auf und stellt sich knapp über unsere Masten, es ist irre laut. Befehl: alle Segel bergen (was heute ziemlich viele sind), Maschine an, wir müssen einlaufen. Innerhalb von Minuten birgt unsere Besatzung alle Segel und wir fahren unter Begleitung von zwischenzeitlich 3 oder 4 Booten (Hafenbehörde, Polizei, …) und Hubschrauber in den Hafen von George Town – der Hauptstadt der Cayman´s. Nebenbei müssen wir in Windeseile alle Kammern und das Schiff aufklaren und uns ordentlich, d.h. weiße KUS-Polos, anziehen, zudem müssen alle Segel gepackt werden und die Leinen zum Anlegen klargelegt werden. Und schon gehen die Leinen an die Pier und… wir sind auf den Cayman´s!!!! Egal wem ich begegne, ich hör von allen die gleichen Kommentare: so da hast du deine Cayman´s….was für ein Geburtstag/ Geburtstagsgeschenk…wow!!!...hast du dir das so vorgestellt?...den Hubscharuber hättest du ja nicht unbedingt bestellen müssen…wann hast du den Funkspruch abgesetzt?...oder Ähnliches.
Kapitän, Steuerleute und Projektleitung müssen an Land, es wird diskutiert, zu Beginn wild und heftig, doch dann zunehmend entspannter. Wir machen bereits Pläne: morgen früh zuerst ins Hard Rock Cafe, ein T-Shirt kaufen, dann auf die Bank ein $ einzahlen und ein Konto auf den Cayman´s eröffnen und anschließend: tauchen gehen. Im Hintergrund duftet die Lasagne. Kurze Zeit später kommt Uli wieder an Bord, wir dürfen eigentlich nicht an Land, weil wir nicht einklarieren (einreisen, Zollkontrolle, etc) aber die Herren von der Behörde würden sich kurz umdrehen und wir dürften alle einmal an Land springen. Und dann? Naja, alle Leinen los, wir legen ab und segeln weiter Richtung Kuba!
Also springen wir alle an Land, werfen alle Leinen los, legen ab, setzen wieder nahezu alle Segel und segeln weiter und dann…nachdem ich das Bramfall geholt habe…dann endlich gibt es Lasagne!
Was war eigentlich los? Wir waren zu nah an der Insel vorbei gesegelt und deswegen hätten wir uns anmelden müssen und einklarieren und und und… aber es ging nochmal alles ziemlich gut, keine Strafe, nur eine Verwarnung.
Da es bereits ziemlich spät ist, kurz nach 21 Uhr entscheiden Daniel und ich den Geotest um einen Tag zu verschieben. Ich quatsche noch mit ein paar Schülern und Leuten vom Stamm – wir können alle nicht fassen was seit halb 5 alles passiert ist - und falle dann um kurz nach 22 Uhr in mein Bett…um 1:40 Uhr wird die Nacht wieder zu Ende sein. Schlafen kann ich noch nicht, ich liege in meiner Koje und muss immerzu den Kopfschütteln! Unglaublich!!!!
Wer mich ein wenig länger schon kennt, der weiß, dass am 26.01. schon so manches passiert ist (Physik-LK-Klausuren, Zunge am Ampelmast, Cocktailspieß im Trommelfell, Examensklausuren, Lehrprobe, eine gewisse Überraschungsparty,…), aber ein Blitzbesuch auf den Cayman´s…. oh man, unglaublich!!!!!
Danach sind wir halt nach Kuba gesegelt, wo wir die Schüler abgeladen haben, ich bin mit meinem steuerbord kleinen Zeh an einer Ecke hängengeblieben, er ist übelst dick und blau-lila-grün, tut weh, wird aber besser, wir sind nach Mexiko gesegelt, liegen hier in der Werft, ich hab noch nix von der Insel gesehen. Morgen ist ein Ausflug auf eine andere Insel geplant und am Montag nach Chichen Itza (oder so) – riesige Maya-Tempel-Anlage. Am Dienstag, 07.02. fliege ich zusammen mit Kristina nach Havanna, am 08.02. geht´s für 4 oder 5 Tage (hab ich vergessen) nach Matanzas auf Kleingruppenexkursion mit 6 Schülern, anschließend haben wir noch 4 Tage frei, am 18.02. kommt die Thor nach Havanna, am 19.02. laufen wir aus…und dann geht es schon in den Nordatlantik, in die Kälte,…zurück Richtung Heimat. Unglaublich wie die Zeit vergeht!!!
So meine Lieben, für heute ist erstmal Schluss, ich muss noch ein wenig arbeiten und dann heute Nachmittag mal bisl rumlaufen, Internet suchen und ganz wichtig: SHOPPEN
Drück euch ganz doll feste
Eure Kerstin
Ganz viele liebe Grüße aus Mexiko, besser gesagt von der Isla Mujerres. Die Insel ist genau vorgelagert von Cancun, was wir immer am Horizont sehen. Wir sind hier am 01.02. morgens angekommen und befinden uns nun hier in der Werft. Wir, das ist der Segelstamm. Zurzeit sind wir zu 10 an Bord, was ganz schön ruhig und entspannt ist, auch wenn wir eigentlich nur den ganzen Tag arbeiten. Ich habe die letzten 2 Tage einen riesigen Riss im Besantop-Segel genäht, da ich zur Zeit am besten nur sitzen sollte….hab mir wohl den steuerbord kleinen Zeh gebrochen….tut höllisch weh, aber mal der Reihe nach:
Wir sind aus Bocas del Torro – Panama – alle gesund und munter ausgelaufen. Kaum draußen begann ein übles Geschaukel und schwupps war über die Hälfte der Besatzung seekrank. Halt stopp: gesund und munter stimmt gar nicht: ein paar vom Stamm inkl mir hatten einen ziemlich unschönen Magen-Darm-Infekt. Mit Details verschone ich euch, aber es ging mir 24 Std verdammt dreckig. Zum Auslaufen ging es halbwegs wieder, aber so war mir auch ein wenig mulmig-seekrank zu Mute für ca einen Tag. Dann passierte nicht viel Spektakuläres. Wir hatten für die Etappe einen anderen Kapitän, Uli, kannte ich schon vom letzten Jahr. War anders, aber auch sehr schön mit ihm und ein paar neuen Steuerleuten.
Ich dachte mir, ich berichte euch mal von einem ganz bestimmten Tag, der sowas von unglaublich und spektakulär war, dass ich selbst jetzt noch hier sitze und kaum glauben kann, dass das alles wirklich wahr so passiert ist:
Der Tag beginnt am 26.01. um 01:40 Uhr: eine Stimme an meiner Koje: „Kerstin,…Kerstin,…es ist 01:40 Uhr, du hast in 20 min Wache….ach ja und alles Gute zum Geburtstag! Das Wetter ist ganz OK, kein Regen, aber windig, bis gleich!“
Ach krass, ja stimmt ja, Geburtstag! Naja erstmal wach werden, was anziehen, Wache und … naja mal sehen! Ich taste mich über das stockdunkle Schiff vom PK ins Deckshaus, wie jede Nacht vor der Wache. Es schaukelt ordentlich, ich halte mich irgendwo fest, dabei schweift mein Blick automatisch über den Horizont: keine Schiffe zu sehen an backbord. Der Blick wandert nach oben: keine einzige Wolke nur Milliarden von Sternen. Auf die Schnelle finde ich kein mir bekanntes Sternenbild,…naja ich bin auch noch nicht so ganz wach! Im Deckshaus: Klogang, einmal Wasser ins Gesicht, Versuch ein zopfähnliches Gebilde hinzubekommen, ich nehme meinen Klettergurt von meinem Hacken und trotte auf´s Achterdeck. Dort fallen mir bereits 2 Mädels aus meiner Wache um den Hals und gratulieren. Ein Schüler frägt: Und? - Was und? – Na wie fühlst du dich so jetzt ein Jahr älter? – Ziemlich müde… frag mich nachher nochmal OK? Nach der Wachübergabe läuft die Wache ihren normalen Gang: ich geh mal in den Ausguck, hole schwarzen Tee oder Kaffee, gucke Sterne (alle Sternenbilder sind noch da, war die Müdigkeit) und bin total überfordert mit den vielen Sternschnuppen: Was soll man sich da bloß alles wünschen? – Im Ausguck entdecke ich einen Lichtschimmer am Horizont: die Analyse ergibt: Cayman Island direkt voraus. Wenn wir so weiter segeln bumbsen wir am 26.01. so gegen 15 Uhr direkt an. Meine Wache und ich recherchieren über die Cayman´s: ein Abstecher würde sich unserer Meinung nach auf jeden Fall lohnen, wir finden gut und gerne 10 Gründe, denen niemand wiedersprechen kann… unserer Meinung nach! Die Wache endet für mich am Ruder, zum Ende steht plötzlich ein Rudel um mich: meine Wache und die nächste und singt morgens um 5 Uhr „Viel Glück und viel Segen…“ im Kanon…oder etwas Ähnlichem.
Vor dem Einschlafen lese ich meine ersten 2 Geburtstagsbriefe: von den Omis (herzlichen Dank!) Und schlafe ein.
09:15 Uhr: Paolo, ein Schüler sitzt auf der Kante meiner Koje: Kerstin, happy birthday!!! Es ist 9:15 Uhr, du wolltest geweckt werden…und übrigens es gibt zum Frühstück Pan Cakes (Pfannkuchen)!!! – WAS???? PAN CAKES????? – Ja, weil du doch heute Geburtstag hast! - …Ich stehe sofort auf, was bei mir ja nicht so häufig passiert, zieh mir schnell irgendwas an, was rumliegt und geh zum Frühstück und wirklich wahr: es gibt für jeden 2 Pan Cakes…außer für mich: ich bekomme von der Backschaft Pan-Cake-All-I-Can-Eat….nach einem riesigen Müsli und 3 Pan Cakes muss ich mich allerdings geschlagen geben. Der Geschichtsunterricht endet früher und ich bekomme ein weiteres Geb-Ständchen…voll süß!!!! Anschließend ein Blick auf die elektronische Seekarte: Der Kurs ist unverändert Richtung Cayman´s, aber der Kapitän erklärt, der Kurs sei nur so wegen der Windrichtung und wir wären zu langsam als dass sich anhalten lohnen würde, aber ihm ist das egal, er würde auch anlegen. Ich geh erst einmal Geschenke auspacken und Briefe lesen. (Danke meine Lieben, die CD läuft ständig und wir haben das Kochbuch auch schon genutzt, hab mich sehr über die Briefe gefreut). Anschließend bereite ich meinen Geo-Test für den nächsten Tag vor und schon gibt es Mittagessen: Tomaten-Mozzarella-Salat…ich kann´s kaum glauben, abends soll es Lasagne geben und es ist wohl auch ein Geb.-Kuchen im Ofen….unglaublich!!!! Nach dem Mittagessen ist es schon fast soweit: ich hab Wache. In der Zwischenzeit munkelt das ganze Schiff, was wohl mit den Cayman´s ist, ob wir wohl anhalten? Keiner weiß nix genaues…wie immer halt. Wache verläuft erst ziemlich ruhig, ich versuche noch Daniel, unserem Projektleiter mit dem ich ja letztes Jahr eine Kammer geteilt hab, davon zu überzeugen, dass wir aus soooo vielen Gründen auf die Cayman´s müssen, er ist nicht zu überzeugen! Nicht mal die Drohung ich würde ihm sein Geb.-Geschenk vom letzten Jahr wegnehmen zeigt Wirkung. Ich finde mich damit ab, dass wir nur sehr nah dran vorbei fahren werden. Dann gibt es Kaffee und Kuchen. Erst bekomm ich ein Ständchen – diesmal – von der gesamten Besatzung – voll schön!!!! – und ….kaum zu glauben…Donauwelle. Ich sag: jetzt sollte der Tag enden, weil besser kann er nicht mehr werden! Vom Projekt bekomm ich ein T-Shirt mit der Thor drauf und vom Stamm eine voll schöne Mütze! Anschließend: Lehrerkonferenz während wir uns weiterhin den Cayman´s nähern, wir werden wohl ganz nah vorbei fahren zum Gucken von Bord aus. In der Lehrerkonferenz wird entschieden, dass ich dieses Jahr auf Kuba nach Matanzas fahren darf…freu mich schon! Zurück auf dem Achterdeck schnapp ich mir ein Fernglas…mag auch Kreuzfahrtschiffe und Hafenmole angucken. „Hei Leute, ich glaub da kommt ein Schiff auf uns zu!“ – Kerstin, jetzt reicht´s dann langsam doch, hör auf mit dem Blödsinn! – Hm, das ist kein Blödsinn, da kommt ein Schiff! – und ja, ich behalte Recht: ein kl. Schiff, dass normal Touristen vom Kreuzfahrer an Land bringt, kommt Längsseite neben das Achterdeck und einer schreit rüber: wir sollen jetzt SOFORT in der Hafen kommen, was uns einfällt auf keine Funksprüche zu reagieren, wir wären im Gewässer des Staates Cayman Island und hätten darauf zu hören, was sie sagen! Jetzt kommt Action auf! Unser Kapitän: Schoner und Groß ganz ausbaumen, Rahn 4kant brassen, wir segeln weiter und weg von der Insel. Da ich noch Wache hab, ziehen Knut und ich mit unseren Kindern los. Brassen 4kant, baumen Schoner aus und sind gerade dabei uns ans Groß zu machen, da ertönt „Signal K“ (sofort alle auf dem Hauptdeck sammeln). In der Zwischenzeit wird versucht über Funk zu klären, was los ist, weil uns bereits 2 Boote umrunden- auf dem einen steht Polizei – die Sache wird langsam spannend! Und plötzlich taucht zudem ein Polizeihubschrauber auf und stellt sich knapp über unsere Masten, es ist irre laut. Befehl: alle Segel bergen (was heute ziemlich viele sind), Maschine an, wir müssen einlaufen. Innerhalb von Minuten birgt unsere Besatzung alle Segel und wir fahren unter Begleitung von zwischenzeitlich 3 oder 4 Booten (Hafenbehörde, Polizei, …) und Hubschrauber in den Hafen von George Town – der Hauptstadt der Cayman´s. Nebenbei müssen wir in Windeseile alle Kammern und das Schiff aufklaren und uns ordentlich, d.h. weiße KUS-Polos, anziehen, zudem müssen alle Segel gepackt werden und die Leinen zum Anlegen klargelegt werden. Und schon gehen die Leinen an die Pier und… wir sind auf den Cayman´s!!!! Egal wem ich begegne, ich hör von allen die gleichen Kommentare: so da hast du deine Cayman´s….was für ein Geburtstag/ Geburtstagsgeschenk…wow!!!...hast du dir das so vorgestellt?...den Hubscharuber hättest du ja nicht unbedingt bestellen müssen…wann hast du den Funkspruch abgesetzt?...oder Ähnliches.
Kapitän, Steuerleute und Projektleitung müssen an Land, es wird diskutiert, zu Beginn wild und heftig, doch dann zunehmend entspannter. Wir machen bereits Pläne: morgen früh zuerst ins Hard Rock Cafe, ein T-Shirt kaufen, dann auf die Bank ein $ einzahlen und ein Konto auf den Cayman´s eröffnen und anschließend: tauchen gehen. Im Hintergrund duftet die Lasagne. Kurze Zeit später kommt Uli wieder an Bord, wir dürfen eigentlich nicht an Land, weil wir nicht einklarieren (einreisen, Zollkontrolle, etc) aber die Herren von der Behörde würden sich kurz umdrehen und wir dürften alle einmal an Land springen. Und dann? Naja, alle Leinen los, wir legen ab und segeln weiter Richtung Kuba!
Also springen wir alle an Land, werfen alle Leinen los, legen ab, setzen wieder nahezu alle Segel und segeln weiter und dann…nachdem ich das Bramfall geholt habe…dann endlich gibt es Lasagne!
Was war eigentlich los? Wir waren zu nah an der Insel vorbei gesegelt und deswegen hätten wir uns anmelden müssen und einklarieren und und und… aber es ging nochmal alles ziemlich gut, keine Strafe, nur eine Verwarnung.
Da es bereits ziemlich spät ist, kurz nach 21 Uhr entscheiden Daniel und ich den Geotest um einen Tag zu verschieben. Ich quatsche noch mit ein paar Schülern und Leuten vom Stamm – wir können alle nicht fassen was seit halb 5 alles passiert ist - und falle dann um kurz nach 22 Uhr in mein Bett…um 1:40 Uhr wird die Nacht wieder zu Ende sein. Schlafen kann ich noch nicht, ich liege in meiner Koje und muss immerzu den Kopfschütteln! Unglaublich!!!!
Wer mich ein wenig länger schon kennt, der weiß, dass am 26.01. schon so manches passiert ist (Physik-LK-Klausuren, Zunge am Ampelmast, Cocktailspieß im Trommelfell, Examensklausuren, Lehrprobe, eine gewisse Überraschungsparty,…), aber ein Blitzbesuch auf den Cayman´s…. oh man, unglaublich!!!!!
Danach sind wir halt nach Kuba gesegelt, wo wir die Schüler abgeladen haben, ich bin mit meinem steuerbord kleinen Zeh an einer Ecke hängengeblieben, er ist übelst dick und blau-lila-grün, tut weh, wird aber besser, wir sind nach Mexiko gesegelt, liegen hier in der Werft, ich hab noch nix von der Insel gesehen. Morgen ist ein Ausflug auf eine andere Insel geplant und am Montag nach Chichen Itza (oder so) – riesige Maya-Tempel-Anlage. Am Dienstag, 07.02. fliege ich zusammen mit Kristina nach Havanna, am 08.02. geht´s für 4 oder 5 Tage (hab ich vergessen) nach Matanzas auf Kleingruppenexkursion mit 6 Schülern, anschließend haben wir noch 4 Tage frei, am 18.02. kommt die Thor nach Havanna, am 19.02. laufen wir aus…und dann geht es schon in den Nordatlantik, in die Kälte,…zurück Richtung Heimat. Unglaublich wie die Zeit vergeht!!!
So meine Lieben, für heute ist erstmal Schluss, ich muss noch ein wenig arbeiten und dann heute Nachmittag mal bisl rumlaufen, Internet suchen und ganz wichtig: SHOPPEN
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